Melsunger Handballer kanzeln im Endspiel Eisenach ab

MT Melsungen erreicht das Achtelfinale im DHB-Pokal

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Kommt ein Kunkel geflogen: Melsungens Neuzugang Yves Kunkel (im Vordergrund) erzielt hier einen seiner acht Treffer. Im Hintergrund: Kapitän Finn Lemke.

Melsungen. Heimvorteil genutzt: Die Handballer der MT Melsungen haben in der Stadtsporthalle den Einzug ins Achtelfinale des DHB-Pokals perfekt gemacht. 

Ein Treffer in der 19. Minute stand sinnbildlich für das komplette Endspiel. Nach einer Glanzparade von MT-Schlussmann Johan Sjöstrand gegen den Eisenacher Rückraumschützen Alexander Saul leiteten die Melsunger den schnellen Gegenstoß ein, und Yves Kunkel schloss den Konter zum 12:3 ab. Viele Tore der Gastgeber fielen nach eben diesem Schema und führten vor 400 Zuschauern in der Stadtsporthalle zu einem standesgemäßen 37:19 (19:7)-Sieg des Favoriten.

Besonders erleichtert über den Auftritt war Linksaußen Kunkel. Am Vorabend war ihm gegen den HC Rhein Vikings fast nichts gelungen. „Das hat mich sehr geärgert, das passiert mir selten, dass ich so viel verwerfe“, erklärte der Neuzugang aus Leipzig enttäuscht. Umso mehr, als seine Eltern aus dem saarländischen Völklingen angereist waren und ihrem Sohn von der Tribüne aus die Daumen drückten. Tags darauf hatte die Familie dann allen Grund, stolz zu sein. Kunkel war mit acht Treffern der beste Melsunger Schütze: „Ich bin froh, dass ich es heute besser gemacht habe.“ Auch mit Blick auf den kommenden Donnerstag, denn dann starten die Nordhessen ab 19 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen den SC Magdeburg in die Bundesliga-Saison.

Sichtlich zufrieden war auch Trainer Heiko Grimm, dessen Team - anders als am Vorabend - diesmal hoch konzentriert die Begegnung eröffnete. „Heute hat man gesehen, wie wir Abwehr spielen können“, lobte der Coach die Hintermannschaft. Tatsächlich fanden die Gäste aus Thüringen selten Lücken in der Deckung der Heimmannschaft. Was zur Folge hatte, dass sie in den ersten zehn Minuten ohne eigenen Torerfolg blieben. 6:0 lag die MT vorn - allein viermal erfolgreich: Yves Kunkel.

Die Melsunger spielten wie aus einem Guss - und das, obwohl Grimm einige Wechsel vornahm und Torjäger Julius Kühn gar nicht einsetzte. Im linken Rückraum bekamen diesmal Philipp Müller und Finn Lemke ihre Einsatzzeiten und steuerten zusammen acht Tore zum Kantersieg bei. „Beide haben gezeigt, dass sie echte Alternativen sind“, bemerkte Grimm. Ein sehenswerter doppelter Doppelpass von Lasse Mikkelsen und Lemke brachte zwar keinen Treffer, dafür aber machte Marino Maric da weiter, wo er am Vorabend aufgehört hatte. Feiner Pass von Michael Müller auf den Kroaten, und der Kreisläufer markierte in unnachahmlicher Art das 30:14. So hatten die Melsunger alles im Griff und schraubten das Ergebnis durch Timm Schneider, Simon Birkefeldt in die Höhe.

Nach einem trainingsfreien Montag beginnt die MT Melsungen am Dienstag mit der Vorbereitung auf den Schlager gegen Magdeburg. Dann soll auch der zuletzt verletzte Michael Allendorf nach Einschätzung von Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch wieder einsteigen.

Quelle: HNA

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