Kommentar zur MT Melsungen

Kommentar zur MT: „Logisch und absehbar - Das Ende einer Ära“

Des Trainers Recht und Pflicht ist eine eigenständige, möglichst perspektivische und den ökonomischen Möglichkeiten seines Clubs angemessene Personalpolitik. Eine eigene Handschrift also bei der Zusammensetzung des Kaders. Ein Kommentar von HNA-Sportredakteur Ralf Ohm.

Diese Handschrift ist bei der MT Melsungen dank Michael Roth und die ihm gewährten Gestaltungsspielräume durchaus erkennbar. Und trug bereits Früchte, denn Spieler wie Per Sandström, Daniel Kubes oder Patrik Fahlgren, für deren Verpflichtung sich der Coach des heimischen Handball-Bundesligisten stark gemacht hatte, haben die Mannschaft nach vorn gebracht.

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Weiterhin hat der 51-Jährige seit seinem Amtsantritt keinen Hehl daraus gemacht, die Mannschaft (möglichst deutsch) verjüngen zu wollen und aus der Multikulti-Truppe eine mit deutsch-skandinavischer Prägung zu machen. Ein bereits eingeleiteter Umbruch, der im Fall der Trennung vom Griechen-Trio Sanikis, Karipidis und Vasilakis durchaus auch als schmerzhafter personeller Schritt wahrgenommen wird. Vom Verein, von den Spielern, die allesamt gern in Melsungen geblieben wären und von vielen Fans, die durchaus zurecht das Ende einer Ära betrauern.

Ralf Ohm über den Umbruch bei der MT Melsungen

Doch dieses war absehbar. Auch wenn alle drei ihren Wert für die Mannschaft in der laufenden erfolgreichen Saison noch mal deutlich gemacht haben, sind sie doch im Spätherbst ihrer Karriere mit allen Folgeerscheinungen angekommen. Und ihre Nachfolger nicht von Pappe, auch wenn sie sicherlich kein leichtes Erbe antreten werden. Bleibt zu hoffen, dass Michael Roth auch mit ihnen ein glückliches Händchen hat. ohm@hna.de

Quelle: HNA

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