Sonntag, 15 Uhr in der Kasseler Rothenbachhalle

Dritte Begegnung in dieser Spielzeit: MT Melsungen ist heiß auf Leipzig

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In der Nationalmannschaft Kollegen, am Sonntag Gegner: Melsungens Finn Lemke (links) und Leipzigs Bastian Roscheck, der bei der EM zunächst für den MT-Hünen nominiert worden war.

Kassel. Der Abschluss des 20. Spieltags in der Handball-Bundesliga findet in Kassel statt. In der Rothenbach-Halle empfängt die MT Melsungen am Sonntag ab 15 Uhr (live bei Sky) den SC DHfK Leipzig.

Und wie es sich für den Höhepunkt der Woche gehört, werden auch die Zuschauer in Massen an die Fulda strömen. Es gibt nur noch vereinzelt ein paar Tickets für das erste Spiel nach der Winterpause.

Die Bedeutung

Tabellarisch? Sehr wichtig. Die MT Melsungen hat als Sechste nur einen Zähler mehr auf dem Konto als der Gast. „Wenn wir unsere Heimspiele nicht gewinnen, wird es schwer, unsere Ziele zu erreichen“, stellt MT-Coach Michael Roth klar. Mit einem Erfolg im Rücken könnten die Nordhessen viel lockerer Richtung Bundesliga-Spiel in Schleswig-Holstein aufbrechen. Am kommenden Donnerstag (19 Uhr) gastieren die Melsunger zum Schlager bei der SG Flensburg-Handewitt.

„Wir sind sehr motiviert. Zwei Niederlagen in einer Saison gegen Leipzig sind definitiv genug“, betont Linksaußen Michael Allendorf. Im Oktober waren er und seine Kollegen im DHB-Pokal gescheitert: In der Rothenbach-Halle setzte es eine 22:27-Pleite. Zweieinhalb Wochen später verlor die MT in der Arena Leipzig das Punktspiel 27:30.

Das Wiedersehen

Im Januar waren sie noch zusammen mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Kroatien unterwegs, am Sonntag sind sie Kontrahenten. Gemeint sind die MT-Akteure Finn Lemke, Julius Kühn und Tobias Reichmann sowie die Leipziger Philipp Weber, Maximilian Janke und Bastian Roscheck. Pikanterie am Rande: Roscheck wurde erst für Lemke nominiert, musste dann aber seinen Platz für den Melsunger Hünen wieder räumen.

Für die Leipziger war die Situation mit drei EM-Teilnehmern komplett ungewohnt. Sonst hatte das Team in der Winter-Vorbereitung immer praktisch alle Mann an Bord. „Das ist ein neuer Entwicklungsschritt für diesen Klub“, erklärt Michael Biegler.

Das Personal

Besonders gefordert: Mittelmann Lasse Mikkelsen.

Beide Teams treten zum Restrundenauftakt arg geschwächt an. Zwar dürfte MT-Abwehrchef Lemke (Knie gedehnt) bis zum Anwurf fit sein, neben Torwart Nebojsa Simic (Muskelbündelriss) fällt aber noch Regisseur Timm Schneider (Schambeinentzündung) aus. Als Mittelmann wird deshalb Lasse Mikkelsen besonders gefordert sein. „Ich hoffe, dass er seine gute Form mit in die Restrunde nimmt“, erklärt Roth. Punktuell könnte sonst auch Philipp Müller auf der zentralen Position agieren.

Unterdessen müssen die Sachsen drei wichtige Rückraumkräfte ersetzen: Mittelmann Niclas Pieczkowski (Schulter) sowie die Halbrechten Andreas Rojewski (Meniskus-OP) und Franz Semper (Hüft-OP). Für den rechten Rückraum wurde der junge Gregor Remke, bislang mit Zweitspielrecht beim Zweitligisten Aue, aus dem Erzgebirge zurückgeholt. „Er macht uns viel Freude“, betont Biegler. Allerdings wird Remke noch Zeit brauchen, um sich an das hohe Niveau zu gewöhnen.

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Quelle: HNA

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