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Handball-Sparkassencup: MT Melsungen lässt TBV Lemgo Lippe keine Chance - Im Finale gegen Hannover-Burgdorf

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Von: Björn Mahr

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Einstimmung: die Melsunger Mannschaft.
Einstimmung: die Melsunger Mannschaft. © BJÖRN MAHR

Gensungen – Der Titelverteidiger darf weiter auf den nächsten Triumph beim Handball-Sparkassencup hoffen. Im Halbfinale vor 550 Zuschauern in der Gensunger Kreissporthalle gewann die MT in einer Neuauflage des Pokalfinales von 2021 35:28 (17:14) gegen den TBV Lemgo Lippe. Gegner am Sonntag ab 17 Uhr in der Werner-Assmann-Halle ist die TSV Hannover-Burgdorf, die in Eisenach mit 29:25 gegen den HC Elbflorenz Dresden erfolgreich war.

Bei Temperaturen von gut 40 Grad unterm Hallendach entwickelte sich das erwartet mitreißende Spiel. Wobei die Melsunger viel richtig machten - und teilweise auch herrlich kombinierten. Kostprobe gefällig? Dem 7:6 von Youngster Ben Beekmann ging ein Doppelpass von Andre Gomes mit Agustin Casado voraus (15.). Da zudem Neuzugang Adam Morawski deutlich mehr gute Szenen hatte als beim 35:34 am Vorabend gegen den VfL Gummersbach und in Durchgang eins zwei Siebenmeter von Lukas Zerbe und Samuel Zehnder glänzend parierte, setzten sich die Nordhessen zwischenzeitlich bis auf 12:8 (19.) ab. Und: Fielen gegen die Oberbergischen noch etliche Tore vom Kreis, so waren die Melsunger diesmal noch stärker aus dem Rückraum: Gomes und Julius Kühn erzielten etliche wichtige Tore. So war die 17:14-Führung der MT nur logisch.

Zwar musste die Melsunger Deckung einige Male Lemgos Kreisläufer Gedeon Guardiola wegziehen lassen, insgesamt war die Abwehr recht stabil. Und im Angriff lief beim Titelverteidiger ohnehin vieles zusammen. Gomes und David Mandic erhöhten auf 20:15 (34.). Wirklich abschütteln ließen sich die Lipper allerdings nicht, weil Tim Suton klug Regie führte. Der eingewechselte Nebojsa Simic fand nicht so gut ins Spiel wie zuvor Morawski. Eine Viertelstunde vor der Pause stand es nach Beekmanns dritten Streich 25:22. Kurz darauf gelang Rechtsaußen Julian Fuchs das 26:22 (48.), und Aidenas Malasinskas stellte auf 27:22 (50.).

Die MT auf dem Weg Richtung Endspiel? Es gab viele Anzeichen. Zumal die Nordhessen verbissen kämpften und Simic sich steigerte. Herrlich das 29:23 (52.) von Ivan Martinovic nach Kempa-Anspiel seines kroatischen Landsmanns Mandic. „In der zweiten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt“, analysierte Trainer Roberto Garcia Parrondo. Nachdem Malasinskas und Mandic zum 33:25 trafen, war klar, wer als Sieger die Halle verlassen würde. In den Schlussminuten bekam Torwart-Talent Erik Ullrich angesichts des klaren Vorsprungs Spielzeit. Seine erste Aktion war was? Genau, eine Parade gegen Lukas Hutecek. Ein Siebenmeter-Tor gelang noch dem jungen Lasse Ohl.

Im ersten Spiel des Tages in Gensungen gewann der VfL Gummersbach deutlich mit 44:26 gegen die Eulen Ludwigshafen. In Eisenach behauptete sich zunächst der HC Erlangen mit 30:26 gegen den gastgebenden ThSV. (Björn Mahr)

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