Handball-Bundesligist bleibt auf Siegkurs

Mit kühlem Kopf zum Sieg: MT Melsungen gewinnt 31:27 in Ludwigshafen

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Rückhalt für die MT Melsungen: Rückraumspieler Lasse Mikkelsen . 

Trotz Anlaufschwierigkeiten bleibt die MT Melsungen in der Handball-Bundesliga auf Siegkurs. Mit 31:27 (16:13) setzten sich die Nordhessen bei den Eulen Ludwigshafen durch und verteidigten damit ihren siebten Tabellenplatz.

Bereits vor der Partie hatte MT-Coach Heiko Grimm gewarnt: „Dieser Gegner wird aufgrund seiner ernsten sportlichen Situation vor heimischer Kulisse alles daran setzen, um im Kampf um den Klassenerhalt Boden gut zu machen“ Und Grimm sollte Recht behalten. Die Eulen versuchten immer wieder ihr Glück über die Außenpositionen und hatten damit Erfolg. Spätestens beim Stand von 5:3 (10.) war die Nachricht bei der MT angekommen: das wird kein Spaziergang.

Dabei konnten sich die Nordhessen zum Glück wieder auf Michael Allendorf verlassen. Trotz einer Kapselverletzung war der 31-Jährige von Beginn an dabei, agierte gewohnt souverän und konnte vielfach nur durch ein Foul gestoppt werden.

Davon gab es allerdings nicht wenige – und zwar auf beiden Seiten. Genauso wie Tore. Noch in der 21. Minute sah es beim 10:10 tatsächlich so aus, als ob die Abstiegskandidaten aus Ludwigshafen gegenhalten können.

Voller Einsatz am Kreis: Melsungens Johannes Golla (mit Ball) kommt gegen Ludwigshafens Gunnar Dietrich zum erfolgreichen Abschluss.

Ganz allmählich hatte sich aber auch die Melsunger 6:0-Deckung mit Felix Danner und Johannes Golla im Abwehrzentrum auf die Eulen eingestellt. Und der in der zwölften Minute eingewechselte Julius Kühn brachte richtig Tempo ins MT-Spiel. Und das war auch an den Toren abzulesen: 14:12 (28.) und der Halbzeitstand von 16:13 für die Melsunger gaben die Marschrichtung vor, die sich in der zweiten Spielhälfte mit einem starken Lasse Mikkelsen im MT-Rückraum fortsetzte. Zumindest bis zum Stand von 24:17 (41.).

Dann kam der nicht erwartete Einbruch der MT. Unglaubliche sieben Tore in Folge ließen die Eulen ausgleichen und brachten Trainer Grimm ordentlich in Rage. Sein Appell in der Auszeit brachte wieder etwas Stabilität zurück in die MT-Reihen. In kleinen Schritten ging es dann voran, und einer hatte daran einen ordentlichen Anteil: Johan Sjöstrand im Melsunger Tor behielt einen kühlen Kopf und brachte die Eulen das eine oder andere Mal mit seinen Paraden zur Verzweiflung.

Und auch die Melsunger Feldspieler spielten jetzt wieder ordentliche Pässe, fanden schnell genug den Weg zurück in die eigene Hälfte und zogen mit kühlem Kopf wieder auf zwei bis drei Tore davon. Trainer Heiko Grimm gönnte sich eine Minute vor dem Abpfiff sogar noch eine Auszeit und konnte kurz danach den zweiten Sieg seiner Amtszeit feiern.

Das ist der aktuelle Stand in der Handball-Bundesliga

Quelle: HNA

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