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Zwischen Vorfreude und Sorge: Die MT Melsungen und ihr großer Kader

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Von: Björn Mahr, Manuel Kopp

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Fällt verletzungsbedingt noch einige Zeit aus: Melsungens isländischer Mittelmann Elvar Örn Jonsson.
Fällt verletzungsbedingt noch einige Zeit aus: Melsungens isländischer Mittelmann Elvar Örn Jonsson. © DIETER SCHACHTSCHNEIDER

Vorfreude und Sorge: Einige Veränderungen stehen bei den Handballern des Bundesligisten MT Melsungen im Sommer an.

Kassel – Die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen sind in der Sommerpause. Erst in sechs Wochen müssen sie wieder den Trainingsbetrieb aufnehmen – offizieller Beginn der Vorbereitung ist am 25. Juli.

Bevor sich die Spieler in den Urlaub verabschiedeten, gab ihnen Trainer Roberto Garcia Parrondo noch einiges mit auf den Weg, wie er im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte: „Die Spieler sollen die freie Zeit genießen und dann mit viel Kraft zurückkehren. Das Wichtigste ist, dass es nur noch um die Mannschaft geht – es geht nicht um den Trainer oder um einzelne Spieler.“

Die MT wird mit einem deutlich veränderten Kader in die nächste Saison gehen. Wir blicken schon mal nach vorn: Darauf dürfen sich die Fans freuen, das bereitet Sorgen.

Das weckt Vorfreude

Die Neuverpflichtungen: Wieviele Neuzugänge Parrondo im Sommer bei den Melsungern begrüßen kann, steht noch nicht fest. Es werden aber einige Hochkaräter dabei sein. Ivan Martinovic deutete beim Sieg mit Hannover in Kassel seine Qualitäten an, als er ein Kempa-Anspiel hinter dem Rücken verwertete – Traumtor. Mit dem spanischen Spielmacher Agustin Casado, der nach Informationen dieser Zeitung für eine Saison zur MT kommen soll, hätten die Nordhessen noch einen absoluten Weltklassemann im Kader.

Der Rekonvaleszent: Mehr als 250 Tage war Finn Lemke verletzungsbedingt zum Zuschauen verurteilt. Jetzt ist absehbar, dass er zur Vorbereitung der MT wieder zur Verfügung steht.

Der große Kader: Mit voraussichtlich 16 Profis und fünf Talenten wird das Aufgebot der Nordhessen so groß sein wie noch nie. Damit sollte die in den vergangenen Jahren von Verletzungs- und von Corona-Problemen arg gebeutelte MT bessere Möglichkeiten haben, Ausfälle zu verkraften.

Zurück: Dimitri Ignatow. ARCHI
Zurück: Dimitri Ignatow. ARCHI © Imago/NOAH WEDEL

Die junge Garde: Die MT-Talente hinterließen in dieser Saison bei ihren Kurzeinsätzen einen guten Eindruck. In der neuen Serie stehen mit Dimitri Ignatow, der vom Tusem Essen zurück nach Nordhessen kehrt, Ben Beekmann und Julian Fuchs erneut einige junge Spieler im Kader. Weitere wie Manuel Hörr und Florian Drosten bekamen schon in der zu Ende gegangenen Spielzeit ebenfalls ihre Einsatzzeiten. Und Tore von den Eigengewächsen werden von den Fans besonders laut bejubelt.

Die erste Vorbereitung mit Parrondo: In der vergangenen Spielzeit übernahm Parrondo erst kurz nach dem Saisonstart das Amt vom früh entlassenen MT-Trainer Gudmundur Gudmundsson. Der Spanier musste mit den zuvor gemachten Fehlern leben. Diesmal hat der 42-Jährige die Möglichkeit, die Mannschaft nach seinen Vorstellung auf die Spielzeit vorzubereiten.

Kommt: Carsten Lichtlein.
Kommt: Carsten Lichtlein. © Dieter SchachtschNEIDER

Der Torwarttrainer: Ja, seit mehreren Jahren hat die MT mal wieder einen Mann für diesen Posten – und keine unbekannten: Carsten Lichtlein, einer der Weltmeister von 2007, ist dafür bekannt, dass er seine Kollegen mitreißen kann.

Das macht Sorgen

Die personelle Situation: Wenn Melsungen wieder loslegt, ist der Kader bei weitem nicht komplett. Timo Kastening, Domagoj Pavlovic und Elvar Örn Jonsson fallen bis in die nächste Saison hinein aus. Der große Kader: Zwar ergeben sich dadurch deutlich mehr Optionen – es heißt aber auch, dass das Team Zeit zum Einspielen benötigt. Zudem betreten die bereits als Neuzugänge feststehenden David Mandic (Linksaußen) und Adam Morawski (Tor) mit ihrem Wechsel in die Bundesliga Neuland. „Wir müssen uns schnell finden“, sagt Kapitän Kai Häfner hoffnungsvoll.

Die Einsatzchancen der Talente: Wie bereits erwähnt, werden einige Talente im Aufgebot stehen. Aber bei der Größe des Kaders sind ihre Chancen auf Spielzeit begrenzt. Es wird eine Herausforderung für Parrondo sein, die jungen Spieler dennoch möglichst gut einzubinden und es ihnen zu ermöglichen, Erfahrungen zu sammeln. Foto: Fischer

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