Handball-Bundesligist bestreitet sechs Spiele in 19 Tagen

Der heiße November der MT Melsungen – und ein kurzer Blick zurück

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Mitglied im Mannschaftsrat: Felix Danner. 

Es gibt zwei gute Gründe, weshalb die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen zum Start des heißen Novembers noch einmal auf die Ereignisse im Oktober zurückblicken werden.

Der eine ist sehr erfreulich: Linksaußen Michael Allendorf ist beim Bezahlsender Sky für den Preis des „Kretzsche des Monats“ nominiert. In den vergangenen Wochen bestach der 33-Jährige nicht nur vom Siebenmeterpunkt durch Zuverlässigkeit. „Eine schöne Randnotiz. Es freut mich natürlich, dass meine Leistung auch anderen aufgefallen ist“, sagt Allendorf.

Der andere ist ärgerlich: Nach teilweise starken Leistungen vor der Länderspielpause schafften es die Melsunger nicht, am letzten Oktobertag mit dem gleichen Schwung in Kiel aufzutreten. Die schwache Leistung mündete in einer 26:38-Pleite.

Spiel wurde mittlerweile aufgearbeitet

Mittlerweile haben die Nordhessen das Spiel aufgearbeitet. Zunächst saß Trainer Heiko Grimm mit Kapitän Finn Lemke und Felix Danner, zwei Mitgliedern des Mannschaftsrates, zusammen. Dann wurde der Auftritt noch einmal mit dem kompletten Team analysiert. 

„Wir wollten nach der Pause Aggressivität reinbringen und die Kieler unter Druck setzen. Sie haben allerdings uns unter Druck gesetzt“, erklärt Danner. „Wir hätten uns viel teurer verkaufen müssen“, ergänzt Grimm.

Das Programm der MT in dieser Woche lässt es zu, sich einigen Themen etwas intensiver zu widmen: Von der unzureichenden Chancenverwertung bis hin zur fehlenden Cleverness. „Am Samstag werden wir ein anderes Gesicht zeigen“, ist Manager Axel Geerken überzeugt. Dann empfangen die Nordhessen ab 20.30 Uhr in der bereits ausverkauften Kasseler Rothenbach-Halle den SC DHfK Leipzig.

Der November wird spannend

Es ist der Auftakt in einen spannenden November: Die MT bestreitet sechs Spiele in 19 Tagen. „Jetzt haben wir noch einmal eine Woche mit mehreren Trainingseinheiten, danach geht es vor allem darum, viel zu regenerieren“, erläutert Grimm. Klar: Nach dem Kräftemessen gegen die Sachsen warten Punktspiele in Minden (14.11.), gegen Göppingen (21.11.) und in Berlin (28.11.). Dazwischen stehen am 16. und 24. November die beiden Europapokal-Begegnungen gegen den griechischen Vertreter Olympiakos Piräus auf dem Plan. Aktuell beklagen die Melsunger keine Verletzten – einzig Domagoj Pavlovic (Schulter) wird etwas geschont.

In der Bundesliga rutschte die MT am Wochenende auf den fünften Tabellenrang ab. Nur der SC Magdeburg schob sich vor die Melsunger. Mehr als der Tabellenstand beschäftigt Grimm die eigene Tordifferenz: „Andere Teams sind in dieser Wertung deutlich vor uns. Das macht am Ende einen Punkt aus.“

Andererseits haben sich bislang auch nur Hannover und Kiel etwas abgesetzt. „Außer Kiel wirkt noch kein Team richtig gefestigt“, betont Allendorf, „wir dürfen uns jetzt keine lange Auszeit nehmen.“ Der heiße November beginnt.

Gegen die Füchse Berlin gibt es für die Handballer der MT Melsungen am Wochenende ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten.

Quelle: HNA

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