Er kennt den Gegner und den Dialekt

Gleb Kalarash tritt mit der MT Melsungen bei seinem Ex-Klub Balingen an

Abwehrstratege der Melsunger: Gleb Kalarash kam im Oktober aus Balingen nach Nordhessen.
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Abwehrstratege der Melsunger: Gleb Kalarash kam im Oktober aus Balingen nach Nordhessen.

Gleb Kalarash war nur einige Wochen als Handball-Profi beim HBW Balingen-Weilstetten. Nachdem ihn der süddeutsche Bundesligist im September unter Vertrag genommen hatte, absolvierte der Russe exakt sechs Spiele für die Gallier von der Alb. Im Oktober verpflichtete ihn die MT Melsungen – und mit der ist Kalarash nun am Donnerstag ab 19.05 Uhr in Balingen zu Gast.

„Ich hatte dort eine schöne Zeit“, sagt der 2,05 m große Handballer. Zunächst wohnte er mit seiner Frau Marina für einige Tage zehn Kilometer von Balingen entfernt – „mit einem schönen Blick auf die Natur“ (Kalarash). Dann bezog das Paar ein nettes Appartement in der 34 000-Einwohner-Stadt.

Abseits der handballerischen Verpflichtungen fand Kalarash Gelegenheit, die Gegend zu erkunden. So machte er auch mal einen Abstecher zur Burg Hohenzollern, die nicht weit von Balingen entfernt liegt. Zudem ging es mit Teamkollegen zum Kaffeetrinken ins Stadtzentrum. Mit Torjäger Vladan Lipovina und dem Ex-Eisenacher Kristian Beciri steht er nach wie vor in gutem Kontakt. „Wir hatten viel Spaß zusammen“, erklärt Kalarash.

Noch mehr sind ihm aber zwei andere Dinge im Gedächtnis geblieben. Zum einen der schwäbische Dialekt. „Die sprechen dort ein ganz anderes Deutsch“, sagt Kalarash schmunzelnd. Nachdem er sich über die Aussprache einiger Wortendungen gewundert hatte, ging er auf die Menschen zu – und ließ sich über die regionalen Feinheiten aufklären.

Zum anderen die sportliche Qualität seines Ex-Teams: „Die Balinger haben eine gute Mannschaft mit einem guten Trainer. Und egal, ob sie mit zwei oder neun Toren hinten liegen, sie kämpfen immer bis zur letzten Sekunde.“ HBW-Coach Jens Bürkle war einst bei Hannover-Burgdorf tätig und hatte die inzwischen für die MT tätigen Kai Häfner und Timo Kastening unter seinen Fittichen.

Kalarashs logische Forderung: „Wir müssen gegen diesen Gegner unser bestes Spiel zeigen, wenn wir unseren kleinen Negativ-Lauf stoppen wollen.“ Zuletzt hatten die Nordhessen zwei unnötige Niederlagen in Hamburg und Wetzlar erlitten. Was auch den Russen, der im Abwehrzentrum an der Seite von Arnar Freyr Arnarsson agiert und Elvar Örn Jonsson entlastet, immer noch ärgert: „Wir haben unglaublich viel investiert, wir haben so viel trainiert und Video geschaut – mehr kannst du gar nicht machen. Ich bin überzeugt davon, dass es immer besser wird. Wir müssen nur weiter an uns arbeiten.“ (Björn Mahr)

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