Melsunger Handballer soll bei EM-Hauptrunde wieder ins Geschehen eingreifen

Entwarnung bei Vuckovic

Guter Dinge, dass er beim zweiten Hauptrundenspiel wieder mit von der Partie ist: der Melsunger Nenad Vuckovic, der zurzeit mit der Auswahl Serbiens für Furore sorgt. Foto: Eibner

Melsungen/Belgrad. Ein bisschen geknickt war er dann doch. „Mir geht es zwar nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht richtig gut“, erklärte Nenad Vuckovic am Mittwoch gegenüber unserer Zeitung.

Beim unerwarteten 24:22-Erfolg des EM-Gastgebers Serbien am Vortag war der Handballer vom Bundesligisten MT Melsungen kurz nach der Pause verletzt ausgeschieden: „Es ist nichts gebrochen, einige Bänder sind aber leicht angerissen“.

Nach Auskunft der serbischen Mannschaftsärzte muss er jetzt vier, fünf Tage pausieren. Zum zweiten Zwischenrundenspiel soll er bereits wieder auf dem Parkett stehen. Da könnte beispielsweise Deutschland als Gegner warten. Aber auch der unbequeme Nachbar aus Mazedonien käme in Betracht. „Uns ist jetzt völlig egal, gegen wen wir spielen müssen. Wir haben ganz, ganz viel Selbstvertrauen“, sagt Vuckovic, der für die Stimmung in der Halle in Belgrad nach dem Coup über Dänemark nur ein Wort fand: „Perfekt!“ Überwältigt von den Emotionen der 8000 Fans, die ein Spektakel auf den Rängen veranstalteten und vor allem den bärenstarken serbischen Schlussmann Darko Stanic hochleben ließen.

Wieder Torschütze

Bis er vom Feld gebracht werden musste, zeigte Vuckovic eine ganz passable Leistung. Wie schon in der ersten Partie gegen Polen warf der Rechtshänder auch gegen die Skandinavier ein Tor: das 2:2 auf Vorlage seines Nebenmanns Marko Vujin.

„Nach dem Sieg über Dänemark wollen wir unbedingt ins Endspiel.“

Nenad Vuckovic

MT-Trainer Michael Roth, gerade erst mit dem Rest seiner Mannschaft vom Trainingslager auf Fuerteventura zurückgekehrt, war indes sehr besorgt, als er seinen Schützling am Boden liegend im Fernsehen sah. „Das wäre eine Katastrophe gewesen, wenn Nenad nun auch noch ausfallen würde“, betonte Roth, der bereits im Rückraum vorerst ohne den Schweden Patrik Fahlgren (Operation) und den griechischen Halblinken Grigorios Sanikis (gesundheitlich angeschlagen) planen muss. Dann erinnerte sich der Coach an das Spiel der Melsunger in dieser Serie in Lemgo, wo Vuckovic ebenfalls umknickte und nur eine Dehnung davon trug. Damals war es der rechte Knöchel, diesmal der linke.

„Wir haben nach dem Sieg über Dänemark eine Riesenchance, ins Halbfinale zu kommen, und wollen nun unbedingt im Endspiel dabei sein“, erklärt der MT-Angreifer. Selbst wenn Serbien heute (20 Uhr, live in der Konferenz bei Sport 1) gegen die Slowakei (mit dem Ex-Melsunger Daniel Valo) verlieren sollte, würde es vier Punkte mit in die Hauptrunde nehmen.

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

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