Spiel in Stichworten

Ein Kantersieg zum Abschluss: Deutsche Handball-Nationalmannschaft beschließt EM-Quali mit 35:20-Erfolg

Ein guter Rückhalt für das deutsche Team: Torwart Silvio Heinevetter (rotes Trikot, hier gegen den Esten Kaspar Lees).
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Ein guter Rückhalt für das deutsche Team: Torwart Silvio Heinevetter (rotes Trikot, hier gegen den Esten Kaspar Lees).

Klar gewonnen, Serie gehalten – die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat zum Abschluss der EM-Qualifikation in Stuttgart einen ungefährdeten 35:20 (17:10)-Erfolg gegen Estland gelandet.

Kassel – Klar gewonnen, Serie gehalten – die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat zum Abschluss der EM-Qualifikation in Stuttgart einen ungefährdeten 35:20 (17:10)-Erfolg gegen Estland gelandet. Damit bewahrte das Team von Bundestrainer Alfred Gislason seine weiße Weste. Nebenbei war es der 20. deutsche Sieg in Folge in der EM-Qualifikation.

Vor der Abreise im Juli nach Tokio zum olympischen Handball-Turnier wird die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) noch zwei Tests auf deutschem Boden bestreiten.

Das Spiel gegen die Esten in Stichworten:

Die deutsche Startformation: War sehr Melsungen-geprägt. Neben Torwart Silvio Heinevetter durften von der MT auch Abwehr-Hüne Finn Lemke sowie die Halben Julius Kühn und Kai Häfner von Beginn an ran. Hinzu kamen Spielmacher Philipp Weber die beiden Außen Rune Dahmke und Patrick Groetzki sowie Kreisläufer Jannik Kohlbacher.

Die erste Hälfte: Ging mit einem Kontertor von Lemke los, der am Freitag seinen 29. Geburtstag gefeiert hatte. So flüssig wie bei diesem Tempogegenstoß trugen die bereits für die Europameisterschaft qualifizierten Deutschen ihre Angriffe nicht immer vor – allerdings wehrten sich die Esten mit dem Ex-Melsunger Dener Jaanimaa auch recht tapfer

Etliche Tore der Gastgeber im ersten Abschnitt gingen auf die Konten von Siebenmeterschütze Marcel Schiller, Kreisläufer Kohlbacher und Torjäger Kühn. Erst nach gut zehn Minuten gelang es der DHB-Auswahl, sich etwas absetzen. Auch, weil Heinevetter hinter der von Lemke umsichtig organisierten Deckung viele Würfe gekonnt parierte. DHB-Sportvorstand Axel Kromer lobte in der Pause den erfahrenen Rückhalt: „Tolle Leistung von Heine!“

Die zweite Halbzeit: Die deutsche Besetzung wurde nun auf einigen Positionen umgestellt. In der Aufbaureihe agierten Sebastian Heymann, Fabian Wiede und Juri Knorr. Auf Rechtsaußen löste Tobias Reichmann Groetzki ab – und der Melsunger trug sich auch direkt mehrfach in die Torschützenliste ein. Durch Heymanns Gewaltwurf wuchs der Vorsprung der DHB-Auswahl auf 24:14 an.

Angesichts des klaren Vorsprungs nahm Gislason immer mehr Wechsel vor. So durften sich beispielsweise Schlussmann Till Klimpke und Kreisläufer Sebastian Firnhaber bewähren. Nur Defensivstratege Lemke bekam kaum Pausen. Und er nutzte die Möglichkeiten, um sich immer wieder in den schnellen Gegenstoß einzuschalten. Dabei legte er wiederholt überlegt für Linksaußen Dahmke auf.

Die Stimmen: Coach Gislason feute sich über den klaren Erfolg, sagte aber: „Vom Ergebnis hört es sich leicht an. Wir haben aber ein bisschen Zeit gebraucht, um das Spiel ins Laufen zu bekommen.“ Ein positives Fazit zog nach dem einwöchigen Lehrgang Finn Lemke: „Zwei Spiele, zwei Siege – darauf können wir aufbauen. Ich war froh, mal wieder dabei zu sein. Es hat mir Riesen-Spaß gemacht.“ 

Der Jubilar: Beim 26:24-Sieg am Donnerstag in Bosnien hatte der diesmal geschonte Patrick Wiencek sein 150. Länderspiel absolviert. Am Sonntagabend kam dann Hannover-Burgdorfs Fabian Böhm zu seinem 50. Einsatz im Adlertrikot. (Björn Mahr)

Statistik

Deutschland: Heinevetter (Melsungen), Klimpke (Wetzlar) - Schiller (Göppingen) 6/6, Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen) 5, Reichmann (Melsungen) 5, Dahmke (Kiel) 4, Kühn (Melsungen) 3, Firnhaber (Erlangen) 2, Heymann (Göppingen) 2, Knorr (Minden) 2, Lemke (Melsungen) 2, Wiede (Berlin) 2, Häfner (Melsungen) 1, Weber (Leipzig) 1, Böhm (Hannover), Groetzki (RN Löwen)

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