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Viel Lob für den jungen Julian Köster - Co-Trainer Erik Wudtke ein großer Förderer des deutschen Handballers

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Von: Björn Mahr

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Starke Leistung: Julian Köster (rechts) glänzte gegen Polen.
Starke Leistung: Julian Köster (rechts) glänzte gegen Polen. © Marco Wolf/Wolf-Sportfoto

Nach dem Erfolg der deutschen Handballer gegen Polen wurde viel über den jungen Julian Köster gesprochen. Einer, der ihn lange kennt, ist der deutsche Co-Trainer und frühere Melsunger Spieler Erik Wudtke.

Kassel – Spätestens seit Dienstagabend staunt die Handball-Welt über Julian Köster. Als die Not coronabedingt bei der deutschen Nationalmannschaft am größten war, schwang sich der erst 21-Jährige vom Zweitligisten VfL Gummersbach im letzten EM-Vorrundenspiel gegen Polen zu einer Top-Leistung auf. Dadurch gewann die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) die Partie 30:23.

Einer, der den Weg des gebürtigen Bielefelders schon lange begleitet, ist Erik Wudtke, der deutsche Co-Trainer. „Ich habe Julian das erste Mal in der C-Jugend von SW Brauweiler gesehen, ihn in die Mittelrheinauswahl berufen und zum Verein nach Dormagen geschickt. Seitdem fördere ich ihn in seiner Entwicklung, ob in Dormagen, in der Auswahl oder eben jetzt beim DHB“, sagt Wudtke.

Deutscher Co-Trainer: Erik Wudtke.
Deutscher Co-Trainer: Erik Wudtke. © Marijan Murat/dpa

Natürlich macht es den Handball-Lehrer stolz, dass Köster in der von Coronafällen gebeutelten Mannschaft für Furore sorgt. „Seine Leistung gegen Polen war wirklich gut, vor allem mutig“, lobt der 49-Jährige. Insgesamt sechs Tore erzielte der in Angriff und Abwehr eingesetzte Köster. „Julian ist ein kompletter Spieler und damit sehr wertvoll für eine Mannschaft“, fügt der frühere Melsunger hinzu. „Er ist sehr intelligent und mental stark. Er wird auch mit Rückschlägen gut zurechtkommen.“

Nach dem Spiel quoll Kösters Handy-Postfach über. „Es sind sehr viele Nachrichten reingeflattert“, berichtete der Youngster gestern bei einer virtuellen Pressekonferenz des DHB. Da er genauso wie Florian Wirtz in der Jugend in Brauweiler spielte, zogen einige Medien erste Vergleiche mit dem Leverkusener Jungstar. Zumal, wie er erklärte, Florians Mutter seine erste Handball-Trainerin war.

Köster wurde gegen Polen zum Mann des Spiels gewählt. „Das war das i-Tüpfelchen“, betonte der Gummersbacher. Dass es bei ihm, der sich nach eigener Aussage viel beim kroatischen Superstar Domagoj Duvnjak abschaut, überragend lief, führte er auf die gute Stimmung im Team zurück: „Ich habe das extreme Vertrauen der Mannschaft gespürt.“

Bevor die nächsten Hiobsbotschaften im deutschen Lager eintrafen, freute er sich auf das Kräftemessen mit Titelverteidiger Spanien. „Wenn wir an die Leistung aus dem Polen-Spiel anknüpfen können, wird es ein spannendes Duell“, sagte Köster.

Sollte sich das DHB-Team nicht von der Europameisterschaft zurückziehen, hat sie mindestens noch vier Auftritte bei der EM. Nach der Partie gegen die Iberer geht es noch gegen Norwegen (Freitag, 20.30 Uhr, ZDF), Schweden (Sonntag, 18 Uhr, ARD) und Russland (Dienstag, 18 Uhr, ZDF). (Björn Mahr)

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