Handball im Blickpunkt

Zwei TVH-Teams sind ganz vorn dabei

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Routiniert: Anna-Lena Hoffelner von den Frauen des TV Hersfeld. 

Bad Hersfeld. Am Ende des Telefongesprächs lässt sich Sabine Teichmann dann doch noch ein bisschen locken. „Wenn alles weiter so nach Plan läuft wie bisher, haben wir es zu 70 Prozent geschafft“, sagt die Trainerin der Bezirksoberliga-Handballerinnen des TV Hersfeld.

Diese haben Kurs auf Titelgewinn und Aufstieg in die Landesliga genommen – und es scheint so, als wenn sie sich drei Spieltage vor Schluss auch nicht mehr von diesem Weg abbringen lassen. Zu souverän sind die Auftritte Woche für Woche. Zuletzt glückte in eigener Halle ein deutlicher 26:15-Erfolg gegen Datterode/Röhrda. Drei Punkte beträgt der Vorsprung auf Verfolger Fulda/Petersberg. Mit Hünfeld, Neuhof und Landeck/Hauneck warten zum Ende der Saison die Mannschaften der Plätze acht bis zehn.

„Wir müssen konzentriert bleiben und den Rhythmus beibehalten“, sagt Sabine Teichmann. Erst am 14. April geht es für sie und ihr Team in Hünfeld weiter. Bis dahin wird weiterhin zweimal pro Woche trainiert. Die fleißige Trainingsarbeit ist auch ein Faktor für den Hersfelder Höhenflug. „Die Mädels sind sehr engagiert und fokussiert“, lobt deren Trainerin.

Neben der routinierten Torfrau Iris Otterbein (Teichmann: Sie macht 50 Prozent unseres Erfolgs aus) und ihrer Tochter Luisa, mit 120 Treffern drittbeste Torschützin der Liga, hebt sie Rückkehrerin Alina Braun sowie die erfahrenen Lisa Hedrich, Sina Hildebrand und Anna-Lena Hoffelner als Leistungsträgerinnen heraus.

TVH-Männerteam

38:35 beim Dritten Großenlüder/Hainzell, klarer Tabellenzweiter in der Landesliga und jetzt das Duell mit Spitzenreiter MT Melsungen II vor der Brust – auch die Männer des TVH spielen erneut eine starke Saison. „Alle im Team sind auf dieses Spiel fokussiert und reden davon. Wir wollen das Ding unbedingt gewinnen“, sagt Torwart-Routinier Kai Hüter.

Wohl wissend, dass sein Team die Meisterschaftsentscheidung selbst bei einem Sieg nicht in der eigenen Hand hätte. Melsungen müsste noch einmal stolpern. „Wir werden sie vor uns hertreiben“, kündigt Hüter an.

Wären Meisterschaft und Oberligaaufstieg denn überhaupt erstrebenswert? „Jeder Spieler will Meister werden“, erklärt Kai Hüter unmissverständlich. „Und jeder von uns würde liebend gern Oberliga spielen.“ Er weiß aber auch: Die Liste der Oberligaaufsteiger, die relativ schnell wieder eine Etage tiefer landeten, ist lang: Melsungen II, Baunatal, Vellmar, der TVH selbst und in dieser Saison die längst abgeschlagenen Hünfelder wissen davon ein Lied zu singen.

„Die Voraussetzungen, um eine Klasse höher zu spielen, sind ganz andere“, weiß der erfahrene Torwart, der selbst bei Hersfelds bisher letztem Oberliga-Gastspiel 2013 im Kasten stand. „Das geht bei den weiten Auswärtsfahrten los.“ Jeder aus dem aktuellen Kader traue sich zu, in dieser Klasse zu spielen, stellt Hüter klar. „Aber eigentlich müssen dann Verstärkungen her, um eine Chance zu haben.“

Doch daran denken die TVH-Handballer derzeit noch nicht: Sie haben das Melsungen-Spiel im Blick.

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