Frauenhandball

TVH bei der SG Landeck/Schenklengsfeld zwei Klassen besser

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Ramona Schmidt  von der HSG Landeck/Hauneck (links)  wird von der TVH-Abwehr attackiert.

Schenklengsfeld. Die Handballerinnen des TV Hersfeld arbeiten sich aus dem Tabellenkeller nach oben. Das Derby am Samstag in Schenklengsfeld bei der HSG Landeck/Hauneck gewann die Mannschaft um Neu-Trainerin Sabine Teichmann klar mit 38:17 (17:9). Nach dem dritten Sieg in Folge sind die Lullusstädterinnen auf den achten Rang vorgeklettert.

Selbst Landecks Zrinka Bors kam nicht um ein Lob für den Gegner umhin. „Sie spielen schnellen Handball, der ist heute fast zwei Klassen besser als unserer gewesen“, brachte die Trainerin die Leistung der Hersfelderinnen auf den Punkt. „Ich wusste schon vorher was kommt. Sie haben auch in der Höhe verdient gewonnen.“

Schneller und spritziger

Verfolgt das Spiel ihres Teams mit kritischen Blicken: TVH-Trainerin Sabine Teichmann.

Bors musste gleich mehrfach Ersatz aufbieten. Kathrin Maronn oder Meike Thomas sind verletzt, sodass sie Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft wie zum Beispiel Ramona Preißner aufbieten musste. Doch denen machte sie keinen Vorwurf. „Im Gegenteil“, sagt Bors, „sie haben ihr Möglichstes getan.“

An diesem Tag konnte keiner dem TVH das Wasser reichen. Dass die Gäste dieses Spiel so sicher gewannen, hat etwas mit Schnelligkeit, Spritzigkeit und ein hoher Wurfausbeute zu tun. Durch ihre dicht gestaffelte Abwehr kamen die Gastgeberinnen kaum durch. Obendrein war wieder Luisa Teichmann in Bestform. Sie allein warf neun Tore. Von Beginn an lagen die Landecker im Rückstand, nur ein einziges Mal (beim 1:1) konnten sie in diesem Spiel egalisieren.

Beim Gegner dagegen knappte alles wie am Schnürchen. Innerhalb von zehn Minuten zogen sie von 9:6 auf 15:6 und 17:8 davon. Viele Tore davon waren einfache Treffer – Tempogegenstöße nach Landecker Ballverlusten.

Kräfte ließen nach

Im zweiten Abschnitt änderte sich dieses Bild nicht. Im Gegenteil: Jetzt ließen die Kräfte bei den Gastgeberinnen mehr und mehr nach. Beim Stande von 9:19 waren erstmals mehr als zehn Tore erzielt. Dass es zum Schluss mehr als das Doppelte der Landecker Treffer war, lag daran, dass sich der TVH keine Atempause gönnte. Für die Leistung gab es ein Sonderlob von Trainerin Teichmann: „Es war schon überragend, was die Mannschaft gespielt hat. Aber am Ziel, dem Klassenerhalt, sind wir noch nicht angelangt.“

HSG Landeck/Hauneck: Lyding/Döring - Götz 2, A. Bock, Opfer 1, Schmidt 7/3, Sabrowski 2, Preißner 1, Siebert 1, Aumann 1, Löffler, Elter, E. Bock, Krey 2,

TV Hersfeld: Otterbein - Bruche 5, Teichmann 9, Lehr, Berg 2, Hoffelner 1, Christen 5, Hildebrand 5, Hermann, Hedrich 2/2, Hense 2, Malachowski 6, Z: 100

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