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Fußball: Eiterfelds Neuzugänge drängen in die Verantwortung

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Trainingsauftakt bei der SG Eiterfeld: Die Mannschaft läuft nach der ersten Einheit aus. Viereinhalb anstrengende Wochen liegen vor dem Team, bevor die Serie beginnt.
Trainingsauftakt bei der SG Eiterfeld: Die Mannschaft läuft nach der ersten Einheit aus. Viereinhalb anstrengende Wochen liegen vor dem Team, bevor die Serie beginnt. © Hartmut Wenzel

Ante Markesic zählt seine Schritte. „Fünf, sechs, sieben ...“, sagt der Trainer des Fußball-Gruppenligisten SG Eiterfeld/Leimbach. Dann legt er erneut ein rundes Hütchen auf den grünen Rasen.

Eiterfeld - Die Markierungen gaben der Mannschaft zum Auftakt die Richtungen vor. Streck-, Dehn- und Laufübungen – mit und ohne Ball, Sprints und ein kleines Spiel – der Trainingsauftakt zur Vorbereitung auf die neue Saison verlief locker, aber zielstrebig. Man merkte dem Vizemeister der abgelaufenen Serie an, dass er vor einer Saison steht, in der er etwas erreichen will. Die beginnt am 31. Juli mit einem Auswärtsspiel beim Aufsteiger Hohe Luft. Es ist jede Menge los am Dienstagabend am Eiterfelder Sportplatz.

Denn auch die zweite und dritte Mannschaft bestreiten unter Anleitung von Rainer „Luggi“ Pomnitz und Benny Wolf ihren Trainingsauftakt. Nach dem sportlichen Teil gibt es für alle einige Kaltgetränke. Steaks und Bratwürstchen duften vom Grill, der von Familie Aumann bedient wird. Einige Fans haben sich eingefunden. Am Platz steht die erste Mannschaft im Fokus. Qualität versprechen die Neuzugänge. Ohne Umschweife sagt Neuzugang Dominik Hanslik, Bruder des Kaiserlauterer Stürmers Daniel Hanslik, dass er sich in Eiterfeld einen Stammplatz erkämpfen will. „In den vier Jahren mit Steinbach in der Hessen- und Verbandsliga ist etwas hängen geblieben. Ich will jetzt hier in Eiterfeld in der Gruppenliga Verantwortung übernehmen. Und natürlich wollen wir in der Tabelle wieder vorn mitspielen“, sagt der 23-jährige Offensivspieler im Brustton der Überzeugung. Auch der Kontakt zu Nils Wenzel war über Ante Markesic schnell hergestellt. Der 25-jährige, der als maßgenauer Flankengeber gilt, kommt vom Hessenligaabsteiger Hünfeld und kennt einige Spieler in Eiterfeld aus seiner Jugendzeit beim JFV Bad Hersfeld. Markesic weiß, dass er einen starken Aufbauspieler in seinen Reihen benötigt, der aber auch defensiv eine Rolle spielen könnte. Die Vorbereitung will Wenzel nutzen, um sich einen Stammplatz zu verschaffen. Um ebenso wie Hanslik, Veranwortung zu übernehmen.

Die Zugänge der SG Eiterfeld, von links Trainer Ante Markesic, Niklas Hartwig, Tizian Göbel, Nils Wenzel, Dominik Hanslik, Bastian Stumpf, Hendrik Stumpf und Torwarttrainer Ivica Madzar.
Die Zugänge der SG Eiterfeld, von links Trainer Ante Markesic, Niklas Hartwig, Tizian Göbel, Nils Wenzel, Dominik Hanslik, Bastian Stumpf, Hendrik Stumpf und Torwarttrainer Ivica Madzar. © VfL Eiterfeld/Weber

„Wir haben eine starke Saison gespielt. Ich denke, wir sind gut für die nächste aufgestellt“, sagt der Trainer, der sein Team drei- bis viermal in der Woche zum Training bittet. Dazu gehören auch einige Testspiele. Bis auf den familiär verhinderten Alex Moise – seine Frau erwartet Nachwuchs – waren alle Mann der „Ersten“ am Dienstag an Bord. Ergänzt wird der Reigen der Zugänge von Niklas Hartwig, Bruder des in der Winterpause von Hohe Luft gekommenen Tim Harwig, dem Ehrenberger Bastian Stumpf und seinem Bruder Hendrik Stumpf, der nach einer Verletzung wieder genesen ist, sowie von Tizian Göbel, der nach fünf Jahren wieder mit dem Fußball beginnt.

Der aus Steinbach stammende Keeper kam aus der Bronnzeller Jugend und ging dann nach Dresden, wo er sogar in der Jugend-Bundesliga spielte. Schon vor dem letzten Spiel wurden Thomas Aumann, Dennis Galbas, Issak Somow und Sorin Leucuta verabschiedet. Aumann wechselt als Spielertrainer nach Nüsttal, Galbas nach Neuenstein. Somow war zunächst in Stadtallendorf im Gespräch, ist aber nach dem verpassten Aufstieg wieder zurück in den USA. Sorin Leucuta ist der Gerüchteküche zufolge beim A-Ligisten SG Werratal im Gespräch. (Hartmut Wenzel)

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