Fußball-Gruppenligist nach zwei Siegen mit neuer Motivation im Abstiegskampf

SVA zeigt sich verbessert

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Eingefädelt: Asbachs Sven Wrzos (rechts) und der Kerzeller Mannschaftsführer Sascha Heil kommen sich in diesem Zweikampf in die Quere.

Asbach. Schon in der Vorrunde galt der SVA Bad Hersfeld in der Wahrnehmung Vieler als Team, dessen fußballerische Substanz zu groß sei, um aus der Gruppenliga absteigen zu können. Ansprechende Leistungen bot er wiederholt. Spielertrainer Fabian Kallée mochte die Lobpreisungen der Kontrahenten nicht mehr hören – denn: Die Punkte blieben aus.

Das ist im Punktspieljahr 2017, der Restrunde der Saison, anders. Sechs Punkte sprangen heraus in zwei Heimspielen, dem 3:2 gegen Schlüchtern/Elm folgte jetzt ein 2:0 gegen Kerzell, und der SVA ist wieder mittendrin im Geschehen. Die Aussichten, die Klasse zu halten, sind so gut wie lange nicht.

„Wir belohnen uns“

Er habe seinen Jungs in der Wintervorbereitung „schon die eine oder andere Motivationsrede gehalten“, sagte Kallée am Sonntag, „jetzt haben wir wieder drei Punkte mehr und sind voll dabei. Bei uns ist ein neuer Geist spürbar, und wir belohnen uns jetzt dafür“.

Sein Team ließ wegen seiner Körpersprache und seines Willens keinen Zweifel daran, auch am Sonntag zu gewinnren. „Wir waren präsent und hatten einen klaren Plan, was Pass- und Positionsspiel angeht. Wir haben es geschafft, lange die Null zu halten und haben die Balance gefunden, die du gegen Kerzell finden musst“, lobte er sein Team. Kallée selbst und Christoph Wiegand als „Fels in der Brandung“ und Bindeglied zwischen Abwehr und Sturm waren die prägenden Kräfte ihres Teams.

Anfangsphase verschlafen

Nicht ganz so zufrieden konnte auf der Gegenseite ein Stützpunkttrainer des DFB sein. Dafür gab es für Kerzells Coach Michael Jäger mehrere Gründe. Da waren die Elfmeter-Situationen, als sich der Schiedsrichter ausnahmslos gegen sein Team entschied. „Drei hätte es geben können“, ärgerte sich Jäger.

Ihn wurmte auch, dass seine Mannschaft die „Anfangsviertelstunde verschlief“, in der Asbach die Basis seines Tageserfolges legte. Zufrieden konnte er im umkämpften Duell, das auch unentschieden hätte enden können, zudem nicht mit dem Verhalten seiner Spieler im letzten Drittel des Spielfeldes sein. „Wir haben unsere Offensivkräfte nicht so gut in Szene setzen können. Da fehlte oft der entscheidende Pass.“

Aus dem Mittelfeld des Gastes, bei dem Aron-Loui Jahn sein erstes Punktspiel bestritt, fehlten bei allem Drang kreative Momente und den Spitzen Avanesian und Tafolli die Durchschlagskraft.

Das bekam der SVA besser auf die Reihe. Und vielleicht klappt es für ihn ja auch auswärts. Am Sonntag auf dem engen Platz am Geisküppel in Bachrain.

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