Yoga im Selbstversuch: Asanas auf bunten Matten

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Ein echter Yoga-Klassiker: „Der Baum“ war eine der Übungen, die Yoga-Lehrerin Isa Krieger (Zweite von links) in ihrer offenen Stunde für HZ-Mitarbeiterin Kristina Marth (rechts) sowie Daniel Jaß (links), Daniela Heinz und die anderen Teilnehmer auf dem Programm hatte. 

Bad Hersfeld. Unsere Mitarbeiterin Kristina Marth hat in Bad Hersfeld an einer Yoga-Stunde teilgenommen und ihre Erfahrungen für uns aufgeschrieben. 

„Yoga macht gesund. Das ist nun bewiesen“, sagt die Männerstimme im Radio: „Probieren Sie es doch selbst mal aus, Kurse gibt es sicher auch in Ihrer Nähe!“ Wenn das nicht mal eine Aufforderung ist, denke ich - Zeit für einen Selbstversuch.

Die Vorbereitung

„Eine aus Indien stammende philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen bzw. Praktiken umfasst“ - das ist Yoga, sagt Wikipedia. Das Angebot an Kursen im Landkreis ist groß: 13 Suchtreffer zeigt das aktuelle Volkshochschulprogramm, über Krankenkassen werden verschiedene Gesundheitskurse angeboten, darüber hinaus gibt es hier vor Ort gleich mehrere Yoga-Studios. Meine Wahl fällt jedoch auf eine ganz andere Alternative.

Im Bad Hersfelder Kurpark findet demnächst eine private Yogastunde statt: Offen für alle, ganz unverbindlich und mit Honorierung auf Spendenbasis.

Die Premiere

Schon von Weitem ist das Yoga-Grüppchen im Kurpark nicht zu übersehen, denn das Dutzend bunter Gymnastikmatten ist ein echter Farbtupfer auf der grünen Wiese.

Mein Handtuch könne ich in der Tasche lassen, sagt Yogalehrerin Isa Krieger und ehe ich etwas erwidern kann, drückt sie mir aufmunternd lächelnd eine Matte in die Hand. Nur wenige Augenblicke später geht die Yogastunde auch schon los: Wir starten mit ein paar Atemübungen.

Der richtige Atem

Da wir im Alltag oft nicht bewusst atmeten, seien ein paar Übungen zu Beginn der Stunde wichtig, erklärt die Yogalehrerin.

So könnten wir uns fokussieren und uns anschließend besser durch die Stunde bewegen. In der Tat bin auch ich es nicht gerade gewohnt, mich allein auf die Atmung zu konzentrieren. Einatmen, ausatmen und das Rascheln der Bäume im Wind – diese Stille wirkt irgendwie ziemlich beruhigend.

Die Übungen

Asanas nennen sich die Körperstellungen, die wir im Anschluss ausführen. Sie alle sollen in unterschiedlicher Weise eine Wirkung auf Geist und Körper haben. In der heutigen Stunde stehen mehrere Asanas, die anfängergeeignet sind, auf dem Programm – beispielsweise der Baum, der Gleichgewicht und Konzentration fördern und emotional beruhigen soll.

Auf einem Bein stehen, das andere 90 Grad anwinkeln, die Hände vor der Brust zusammenführen, den Körper dabei anspannen, aber keinesfalls verkrampfen: So einfach, wie man vielleicht glaubt, ist selbst diese leichte Stellung nicht. Die Yogagruppe hat den Bogen dennoch schnell raus – und auch ich schaffe es, die Balance zu halten.

Der Nutzen

Neben der positiven Wirkung auf Geist und Organe soll Yoga auch der Muskulatur guttun. „Du kannst dich nach einer Yogasitzung sogar wie nach einem Marathon fühlen. Dann bist du in der Meditation danach natürlich noch einmal viel entspannter“, verrät Isa Krieger. In der Meditation gehe es darum, sich selbst zu finden und seinen Gedanken nicht mehr so viel Bedeutung zu geben – und auch an diesem Tag bildet diese wichtige Ruhepause den Abschluss unserer Yogastunde. Ich erwische ich mich dabei, wie ich unter den Bäumen für einen Moment sogar ein wenig döse und höre in Gedanken plötzlich die Stimme aus dem Radio: Yoga mache gesund, das sei bewiesen. Bestreiten möchte ich das nach meinem Selbstversuch nicht.

Von Kristina Marth

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