FUSSBALL-KREISOBERLIGA

Yigits Flanke, Ullrichs Tor - Niederaula atmet durch

Die SG Niederaula/Kerspenhausen, hier Jan Ullrich (in Rot) im Spiel gegen Rotenburg, kämpft sich zum Sieg: Sie schlug die SG Mecklar/Meckbach/Reilos 2:0 und rückt damit auf den sechsten Rang vor. Archivfoto: Friedhelm Eyert
+
Die SG Niederaula/Kerspenhausen, hier Jan Ullrich (in Rot) im Spiel gegen Rotenburg, kämpft sich zum Sieg: Sie schlug die SG Mecklar/Meckbach/Reilos 2:0 und rückt damit auf den sechsten Rang vor.

Niederaula – Das Duell der Enttäuschten titelte die HZ am Freitag im Vorbericht – und im Nachgang war ein Team weiterhin enttäuscht: Die SG MMR nämlich in Person von Roman Prokopenko. Seine Elf verlor die Partie in der Fußball-Kreisoberliga Nord bei der SG Niederaula/Kerspenhausen mit 0:2 (0:1).

„Diese Niederlage nehme ich komplett auf meine Kappe“, waren die ersten Worte des Gästetrainers nach dem Abpfiff. „Wenn ich meine Chancen nutze, sieht es zur Halbzeit ganz anders aus und wir nehmen hier etwas Zählbares mit.“

Ganz unrecht hatte Prokopenko mit seiner Aussage nicht. Bereits nach neun Minuten kombinierte Roman mit seinem Bruder Philipp durch die Abwehr der Heimelf, doch an einem kamen sie nicht vorbei: Keeper Marvin Freisinger hielt in dieser Situation stark und somit die Null für sein Team fest.

In der 24. Minute schauten sich die Zuschauer alle etwas verdutzt an: Mehmet Yigit sprintete mit Ball auf der linken Außenbahn und flankte ihn in Richtung Jan Ullrich. Dort aber kam der Ball nicht an. Stattdessen lag er auf einmal im Netz und die Ullrich-Elf bejubelte das 1:0 - ein Tor aus heiterem Himmel, den langsam Wolken bedeckten.

Bereits sieben Minuten später lag der Ball wieder im Kasten von MMR, doch der Treffer zählte aufgrund einer Abseitsstellung nicht. In den folgenden zehn Minuten waren die Gäste wieder spielbestimmend. Zuerst scheiterte Oelschläger an Freisinger, ehe anschließend Prokopenko den Ball knapp am Pfosten vorbeischob. Und so ging es auch direkt nach der Pause weiter – in der 48. Minute verpasste Oelschläger eine Hereingabe von rechts.

Nach dieser Druckphase verflachte die Partie etwas und es gab kaum nennenswerte Torchancen. Dafür sahn man auf beiden Seiten immer wieder kleinere Foulspiele. In der 73. Minute war es wieder Roman Prokopenko mit einem Freistoß, der aus Sicht der Gäste gefährlich wurde – doch er scheiterte an der Mauer.

In den folgenden Minuten hielt schließlich MMR-Torwart Kevin Geppert seine Elf im Spiel. Immer wieder parierte er und hielt somit die Spannung hoch. Drei Minuten vor Schluss war aber auch Geppert dann ein zweites Mal geschlagen und die Heimelf bog endgültig auf die Siegerstraße ein: Jan Ullrich bekam den Ball in den Lauf gespielt und musste ihn nur noch am Keeper vorbeischieben – 2:0 und die SG Niederaula konnte durchatmen.

„Wir haben es vor allem in der ersten Halbzeit gut gemacht und unser Konzept mit langen Bällen hätte auch fast funktioniert“, bilanzierte ein sichtlich enttäuschter Prokopenko. Die SG Niederaula/Kerspenhausen hingegen kann nach zuletzt durchwachsenen Ergebnissen endlich einmal in Ruhe durchatmen und sich auf den Oktober konzentrieren. SG Niederaula/Kerspenhausen: Freisinger - Bernt, Schaub, Richardt, Ullrich, A. Veapi, Yigit, Shustikov, Schäfer, Gemming, Kohlstädt (Jäger, Pierce, L. Veapi) SG Mecklar/Meckbach/Reilos: Geppert - R. Prokopenko, K. Kehl, Schade, S. Kehl, P. Prokopenko, Oelschläger, Puscasu, Haziyev, Horn, El Ouariachi (Pirner) Tore: 1:0 Yigit (24), 2:0 Ullrich (87.) SR: Böhle (Bad Hersfeld) Z: 100

Von Sebastian Krause

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare