Fußball-Gruppenliga

Aulatal geht mit Schwung in die nächste Saison

Trainer Ernest Veapi (vorn) und die Neuzugänge der SG Aulatal für die Saison 2020/2021. Von links Jonas Rös, Fabian Wozniuk, Daniel Stricker und Maximilian Weber. Es fehlen Kilian Krapp, Marlon Pletsch und Christian Pohl.
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Trainer Ernest Veapi (vorn) und die Neuzugänge der SG Aulatal für die Saison 2020/2021. Von links Jonas Rös, Fabian Wozniuk, Daniel Stricker und Maximilian Weber. Es fehlen Kilian Krapp, Marlon Pletsch und Christian Pohl.

Die Fußballer der SG Aulatal bereiten sich auf die kommende Saison vor.

Die Fußballer der SG Aulatal haben Glück an diesem heißen Sommerabend. Ernest Veapi, der Trainer des Gruppenligisten, hat bei noch immer knapp 30 Grad ein Einsehen mit seinen Jungs. „Eigentlich wollte ich euch heute einen Cooper-Test laufen lassen. Aber aufgrund der Hitze werden wir in verschiedenen Spielformen in die Belastung gehen“, sagt er. Jeder, der selbst einmal Fußball gespielt hat, kann sich die erleichterten Mienen der Aulataler Fußballer in diesem Moment vorstellen.

Etwa 20 Spieler sind an diesem Abend zum Training erschienen. In der anderen Platzhälfte des Kirchheimer Sportplatzes absolvieren die A-Junioren des JFV Aulatal ihren Trainingsauftakt, um sich für ihre sechste Verbandsliga-Saison in Form zu bringen. Ernest Veapi will die Vorbereitung mit einem großen Kader absolvieren und erst später ans Fine-Tuning gehen. Das kann er auch, denn bis auf Torhüter Patrick Jahn, der sich der SG Festspielstadt angeschlossen hat, ist der Kader zusammen geblieben.

Und mehr noch: Mit Daniel Naumann, der seine schwere Knieverletzung auskuriert hat, Paul Kozik, der von seinem Afghanistan-Einsatz zurück ist, und Winter-Neuzuganz Fabian Wozniuk (SV Neuhof) kann sich Veapi neben den Neuzugängen Maxi Weber (Rotenburg/Lispenhausen), Jonas Rös (SG Schlitzerland), Christian Pohl (SG MMR) sowie Kilian Krapp, Marlon Pletsch und Daniel Stricker (alle eigene Jugend) über drei weitere Spieler freuen, die dem Kader nicht nur mehr Tiefe, sondern auch Qualität verleihen.

„Wir haben eine gute Mischung zusammen – das passt. Das sieht man ja auch daran, dass nur ein Spieler uns verlassen hat“, sagt Veapi zufrieden. Mit Steffen Schneider, Johannes Schreiber, Daniel Weber, Max Schuch, Nils Fischer und Trainersohn Adrian Veapi haben die Aulataler also auch weiterhin Fixpunkte, die dem Spiel Struktur und Stabilität geben.

Trotz personeller Engpässe – auswärts saß teilweise sogar der 49-jährige Trainer Veapi umgezogen auf der Ersatzbank – landete der Aufsteiger in der abgebrochenen Corona-Saison auf einem beachtlichen vierten Tabellenplatz. Wollen die Aulataler, die auf den ersten Blick besser aufgestellt daher kommen, jetzt also den nächsten Schritt machen und angreifen?

Ernest Veapi muss bei dieser Frage lachen. „Nein, nein – wir bleiben bescheiden und wollen erst einmal so schnell wie möglich in sicheres Fahrwasser“, wehrt er ab. Das zweite Jahr werde erfahrungsgemäß schwerer, weil man kaum noch einen Gegner überraschen könne. „Wir wollen mit Elan und Leidenschaft Fußball spielen. Der Spaß kommt dann automatisch dazu. Wir wollen Bock auf Fußball haben“, sagt Veapi. Ein eigenes Saisonziel ist ihm kaum zu entlocken – die Liga sei sehr ausgeglichen gewesen und nun hätten sich einige Teams gut verstärkt.

Bronnzell, Eiterfeld/Leimbach und FT Fulda schätzt Veapi stark ein. „Wenn wir unsere Leistung konstant bringen und eine gute Saison spielen, bin ich zufrieden. Das mache ich nicht an einer Platzierung fest“, sagt er. Im Amateurfußball tue man gut daran, von Spiel zu Spiel zu denken. Denn: „Es ist ja meistens jede Woche irgendetwas. Der eine studiert, ein Anderer muss arbeiten, und der Nächste ist in Urlaub oder auf einer Hochzeit“, sagt Veapi.

Taktisch variabler würde der Coach in der nächsten Saison gern mit seinem Team agieren. Vor allem in der Offensive. „Da darf es nicht mehr reichen Nils Fischer auszuschalten, und Aulatal findet nicht mehr statt. Ich mag es ohnehin, wenn offensiv alle Spieler mitmachen und auch alle gegen den Ball arbeiten“, sagt er.

Am Sonntag, 13. September, beginnt für die Aulataler mit dem Heimspiel gegen die Reserve des Hünfelder SV die Saison. Bis dahin ist der Cooper-Test längst wieder vergessen. Und alle haben sicher Bock auf Fußball.

Kurze, schnelle Meter: Torhüter Fabian Lepper (links) und Routinier Steffen Schneider beim Sprinttraining.

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