Fußball-Kreisliga B

Wölfershausen lauert auf den ersten Sieg

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Jetzt soll ein Sieg her: Wölfershausens Fußballer (in Blau) wollen Heimboldshausen ärgern. 

Derbyzeit in Wölfershausen: Am Sonntag erwartet der TSV Wölfershausen in der Fußball-B-Liga den VfL Heimboldshausen. 

Wölfershausen – Die Ausgangspositionen könnten kaum gegensätzlicher sein: Hier der TSV Wölfershausen, der mit zwei Niederlagen aus zwei Spielen der noch frischen Saison startete – da der VfL Heimboldshausen, der zwei Siege in zwei Spielen und 10:3 Tore herausschoss. Am Sonntag kreuzen beide Teams in der Fußball-Kreisliga B 2 die Klingen; Anstoß des Derbys in Wölfershausen: 15 Uhr.

Der Gegner: „Heimboldshausen ist mit Vorsicht zu genießen“, sagt Marco Schäfer, Trainer des TSV Wölfershausen. „Bei ihnen auf der Insel ist es schwer, aber weil wir Heimrecht besitzen, bin ich überzeugt davon, dass wir es packen können.“

Das Ziel: „Auf jeden Fall wollen wir erstmals punkten“, fährt Schäfer fort. „Wir sind optimistisch, haben eine gute Truppe, halten zusammen, und die Trainingsbeteiligung ist sehr gut – trotz Schichtdienstes.“ Der Coach scheint besessen von der Derby-Aufgabe am Sonntag. „Die Jungs müssen sich mal belohnen.“

Die bisherigen Spiele: „Wir haben beide Spiele unglücklich verloren, waren überlegen, haben aber unsere Chancen nicht genutzt“, beobachtete auch Abteilungsleiter Michael Hacke. Im Nachbarschaftsduell gegen Kleinensee/Widdershausen hieß es 1:3, bei Aufsteiger SuFF Raßdorf am vergangenen Sonntag 1:2. „Dort hätten wir zur Pause 3:0 führen müssen, und in der zweiten Halbzeit kriegen wir noch zwei blöde Gegentore“, erinnert sich Schäfer.

Der Trainer: „Ich habe früher schon mit Michael Hacke in Widdershausen Fußball gespielt“, sagt der 52-jährige Schäfer, „ich kenne unseren Abteilungsleiter seit mehr als 30 Jahren“. Der TSV Wölfershausen ist Schäfers erste Trainerstation.

Der Verein:Nachdem der TSV Wölfershausen entschieden hatte, nicht der Spielgemeinschaft zur SG Werratal beizutreten, prüfte er die Möglichkeit, in die C-Liga zurückzugehen oder weiterhin eine Mannschaft für die B-Liga zusammenzubekommen. Und es wurden 21 Kicker; der Beschluss, eigenständig zu bleiben, verfestigte sich.

Kevin Laun wurde reaktiviert, Alexander Helke und André Kechter kamen aus Heringen, Thomas Juli aus Vacha, auch Daniel Lehmann stieß hinzu.

Die Familie:Hört man sich um, wie der TSV Wölfershausen organisiert ist, wird man den Eindruck, in einer großen Familie zu sein, nicht los. Jeder, der Verantwortung trägt, erfüllt verschiedene Aufgaben. So ist Michael Schäfer nicht nur Trainer – er ist auch Kassierer, und an der Seite seiner Ehefrau Andrea schiebt er Dienst im Vereinsheim. Julian und Marvin Hacke kicken im B-Liga-Team – sie sind nicht nur Michael Hackes Söhne, sondern auch Schäfers Stiefsöhne.

Was der Familie jetzt noch fehlt? Ein Sieg am Sonntag im Derby gegen den VfL Heimboldshausen. Auch wenn die Ausgangspositionen unterschiedlicher nicht sein könnten.

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