Fußball/Relegation zur Kreisliga B

Wölfershausen gegen Heenes II: Das Duell zweier Sieger

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Darf mit seinem TSV Wölfershausen weiterhin in der B-Liga ran: Torwart Florian Zimmermann (rechts). Auch die zweite Mannschaft des SV Heenes freut sich über den Klassenerhalt. 

Wölfershausen. Schon vor dem Anpfiff des Relegationsspiels stehen der TSV Wölfershausen und der SV Heenes II als Fußball-B-Ligisten fest. Die Begegnung endet schließlich 2:2. 

„Warum sind eigentlich all die Leute hier? Sonst interessiert sich doch auch niemand dafür, wenn wir spielen?“, fragt sich Wölfershausens Keeper Florian Zimmermann. Die Antwort liefert sein Team selbst. Denn es kämpft von Beginn an verbissen und tritt aggressiv auf im für diese Liga durchaus ansehnlichen Duell.

Lohn dieser Willenskraft ist die zeitige Führung: Julian Hacke, ebenso wie Marvin Sohn des Wölfershäuser Trainers und Hannover 96-Fans Michael, zapft die Schusskraft in seinem starken linken Fuß an und trifft straff hoch ins lange Eck.

„Kommt Jungs, dranbleiben“, appelliert Göksel Karakus, spielender Verantwortlicher des SV Heenes, an sein Team. Die dringend nötigen Worte sitzen. Und fruchten. Björn Sauerwein, auch nicht mit unbekannter Vergangenheit, tritt einen Freistoß in Wölfershausens unaufmerksame zentrale Abwehr – und Baycan Sahin verlängert per Kopf zum 1:1. Der Torschütze, fußballerisch ein Teufelskerl für diese Liga, legt nach: Einen Freistoß zirkelt er wenig später sehenswert zur Führung des Gastes ins Tor – auch wenn sich Torwart Zimmermann sagen muss, dass der haltbar erschien.

Stabile Führungskräfte

Wölfershausen bleibt dran und gibt nicht auf, steht sich aber bisweilen mit hektischen Aktionen in Aufbau und Abschluss selbst im Weg. Heenes II scheint nicht zuletzt wegen seiner Führungskräfte Sauerwein, Paffe, Karakus und Sahin stabiler, ist im ersten Abschnitt torgefährlicher – aber Bantle will kurz vor der Pause einfach nicht treffen.

Auch wenn Hartmut Kirsch, lebende Schiedsrichter-Legende des SV Heenes und eine, die den Vereinsnamen in die Fußballregion hinausträgt, zwischendurch anmerkt, dieses Spiel sei die letzte Vorstellung des Hersfelder Klubs – Wölfershausen reißt die zweite Hälfte fast komplett an sich.

Doppeltes Alu-Pech

Von wegen, es geht um nichts mehr. Der Gastgeber hängt sich rein, als gebe es kein Morgen. Zunächst hat Heenes’ Keeper Toni Horn zweifaches Glück gegen Meiss und Kübler, dann trifft Julian Hacke mit tollem Direktschuss die Latte – ehe der Ausgleich fällt.

Es ist ein Eigentor, aber ein Produkt der Arbeit des TSV. Julian Hacke flankt nach innen, Meiss verlängert – und Khaled Mahmud verlängert unglücklich ins eigene Tor. Henze und die Hacke-Brüder bilden eine starke linke Seite beim Gastgeber, der eine Minute vor Schluss durch Kübler nochmals den Querbalken trifft.

Verlieren will hier niemand. Nach üppiger Nachspielzeit gehen beide Teams mit dem 2:2 als Sieger vom Platz. STIMMEN

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