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Heldenträume, Hitlisten und ein Heber

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Hartmut Wenzel
Hartmut Wenzel © Ludger Konopka

In unserer Wochenendkolumne geht es diesmal um einen wahrgewordenen Traum, interessante Sportveranstaltungen am Wochenende und Erinnerungen an besondere Fußballspiele.

Triathlon – das ist die Königsdisziplin der Ausdauerathleten. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und zum Abschluss den Marathon – nur diejenigen, die es durchgestanden haben, können die Anstrengungen der Langdistanz auch nachvollziehen. Die Besten der Altersklassen der Ironman-Serie treffen sich alljährlich im Oktober auf Hawaii, um die Weltmeister zu ermitteln. Für jeden Triathleten ist es ein Traum, einmal auf der Pazifik-Insel beim „Hawaii-Ironman“ zu starten und den Blumenkranz umgehangen zu bekommen. Für den Reiloser Lars Hildebrand ist dieser Traum am vergangenen Sonntag im holländischen Maastricht wahr geworden. Einmal Hawaii und zurück: Jetzt drücken wir unserem Helden die Daumen, dass alles so klappt, wie er sich das vornimmt.

Das kommende Wochenende hält einiges an Sportveranstaltungen parat, was das Herz begehrt. Der Terminplan am Samstag und Sonntag ist voll mit interessanten und auch hochklassigen Ereignissen. Die Sport-Hitliste dieses Wochenendes führt der Handball-Sparkassencup an, wo in Gensungen und Eisenach die Finalisten und der Sieger gekürt werden. Daneben wird der Bergkönig, das Einzelzeitfahren des Radsportvereins Bad Hersfeld zum Gipfel des Eisenbergs, ausgetragen und auch einige spannende Partien im Fußball stehen auf dem Programm. Der SV Steinbach erwartet in der Hessenliga Eintracht Frankfurt. In der Gruppenliga, beispielsweise, trifft am Sonntag in Kirchheim die SG Aulatal auf Aufsteiger Hohe Luft. Fußball-Festtage gibt es aber nicht nur in Steinbach und Kirchheim.

Wenn es im Kali-Revier vor Spannung knistert – dann ist Derbyzeit. Am Sonntag ist es wieder so weit. Dann treffen in der Fußball-Kreisoberliga die FSG Hohenroda und Ausbach/Friedewald aufeinander. Es gibt ja einige Derbys, auch im hessischen Revier. Aber dieses eine ist ein Besonderes. Beim ersten Aufeinandertreffen vor zwölf Jahren legten die Fans der neu gegründeten Hohenrodaer SG sogar einen „Wandertag“ ein und marschierten mit Fahnen und Handwagen vom Ransbacher zum Ausbacher Sportplatz, wo sie beim Einmarsch sogar ein kleines Feuerwerk entfachten. Und beim Spiel natürlich ihr Team kräftig anfeuerten. Dank ihrer tatkräftigen Unterstützung gewann Hohenroda in Ausbach 2:1. Der Rückmarsch nach Ransbach war glück- und bierselig. Solche Siege müssen schließlich gebührend gefeiert werden.

Einer, der dieses Derby mit Distanz betrachtet, ist Markus Höhn. Der aus Fernbreitenbach bei Berka/Werra stammende Trainer von Ausbach/Friedewald kann sich aber gut in die Gedanken seiner Spieler hineinversetzten. Denn Derbys gibt es auch in Thüringen – und was für welche! Es war auch ein Thüringer Nachbarschaftsduell, das Höhns Namen weit über das Werra-Suhl-Tal hinaus trug, als er noch aktiv war. Als Fernbreitenbach das Duell gegen das nur wenige Kilometer entfernte Marksuhl spielte, war er es, der zehn Minuten vor Schluss mit einem satten Heber aus 25 Metern Entfernung über den Torwart hinweg den 2:1-Sieg Fernbreitenbachs herbeiführte. 1200 Fans waren damals Zeugen dieses Sieges. Danach war erstmal ein Tag Urlaub fällig, für Höhn genauso wie für seine Teamkollegen.

Schönes Wochenende!

(Hartmut Wenzel)

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