Landesliga: Eitra/Oberhaun gastiert am Samstag beim Vierten Alsfeld

HSG will sich nicht verstecken

Ersatzgeschwächt nach Alsfeld: Hinter dem Einsatz von Martin Schnell steht am Samstag ein großes Fragezeichen. Foto: Eyert

Hauneck. Jetzt nur kein Trübsal blasen: Nach der Auftaktniederlage gegen den Tabellenzweiten SVH Kassel hat die HSG Eitra/Oberhaun in der Handball-Landesliga Nord die nächste schwere Aufgabe vor der Brust. Die Haunecker müssen am Samstag zum Vierten Alsfeld reisen.

Beginn dort ist um 19.30 Uhr in der Großsporthalle „An der Bleiche“. René Hermann macht keinen Hehl daraus, dass er erneut mit einer Niederlage rechnet. „Alsfeld spielt eine starke Saison. Das muss ich einfach neidlos anerkennen,“ lobt der HSG-Trainer die Arbeit seines Gegenübers Liviu Pavel, der früher Bebra coachte.

Selbst eine knappe Niederlage sei schon ein gutes Resultat und wäre zumindest gut für die Moral der Haunecker. Wie stark die Alsfelder momentan sind, war am Ergebnis vom vergangenen Wochenende abzulesen. Da verloren die Alsfelder nur knapp, mit 31:34, beim aktuellen Spitzenreiter, der Reserve des Bundesligisten TG Melsungen.

Der kleinere Kader hätte in diesem Spiel den Unterschied gemacht, verrät Pavel, der in Melsungen auf die vier verletzten Stammkräfte Philipp Amrhein, Christian Waniek, Kai Uwe Schulz und Daniel Czaja verzichten musste. Die entscheidenden Akteure sind dies aber nicht. Hermann weiß, dass die Alsfelder Leistungsträger im Rückraum die Fäden ziehen. Stock, Rehberg, Zidar und natürlich auch der Ex-Hersfelder Jochen Stradal sorgen dort stets für Tore. Auch zuletzt in Melsungen waren sie die großen Stützen, warfen den Löwenanteil der Tore. „Das ist schon sehr stark und ich weiß nicht, wie wir den Angriff bremsen können“, meint der Trainer.

Doch sich verstecken vor dem Gegner wie das Kaninchen vor der Schlange – das will der HSG-Trainer auch nicht. „Wenn wir an unsere Leistung von der zweiten Halbzeit gegen die SVH Kassel anknüpfen, dann werden die uns auch nicht abschlachten können“, sagt der HSG-Coach.

Sicher in der Abwehr stehen wie gegen Kassel im zweiten Abschnitt, das ist sein Credo. „In Hälfte eins bekamen wir keinen Fuß auf den Boden. Wenn wir so spielen, dann gnade uns Gott“, merkt Hermann an, der am Samstag kämpfen will und sich mit seinem Team so teuer wie möglich verkaufen will.

Die personelle Situation bei der HSG macht dieses Vorhaben aber nicht einfacher. Hinter dem Einsatz von Alexander Dick, Markus Lotz, Martin Schnell und auch von Simon Steckhardt steht ein dickes Fragezeichen.

Von Hartmut Wenzel

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