Luftgewehr-Bundesliga

Mengshäuser Team bleibt in Abstiegsgefahr

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Ihm gelang ein Sieg beim 3:2-Erfolg der Mengshäuser gegen Hamm: Kenneth Parr.

Nordstemmen. Die Schützengilde Mengshausen kommt nicht aus dem Tabellenkeller der Luftgewehr-Bundesliga Nord heraus. Nur ein hauchdünner Sieg, errungen in Nordstemmen statt in Bad Grund, war zu wenig, um einen Aufwärtstrend am dritten Ligawochenende auszulösen.

Dem knappen Erfolg in letzter Sekunde am Sonntagvormittag mit 3:2 gegen Schusslicht Hamm stand am Samstag eine deftige 1:4-Niederlage gegen den TuS Hilgert aus dem Sauerland gegenüber. Damit fiel Mengshausen nach der zaghaften Hoffnung auf Besserung wieder auf den vorletzten Tabellenplatz zurück – einen Abstiegsrang. In den Kommentaren nach den beiden Wettkämpfen war so auch nichts mehr vom Saisonziel Finalteilnahme zu lesen. „Jetzt geht’s um den Klassenerhalt!“, schreibt Tim Becker auf der Facebookseite des Vereins, und „Hmpf, mir fällt nicht so viel dazu ein“, fügt Manuela Schmermund auf Twitter hinzu.

Gegen Hilgert brachte nur Lisa Müller ihr Einzel durch. Die auf die zweite Position vorgerückte Nationalschützin besiegte Debora Linn mit 390:389 Ringen. Beste im Team der Waldhessen war Jaqueline Orth. Die Deutsche Meisterin kam auf beachtliche 395 Ringe, musste aber trotzdem Milutin Stefanovic (398) den Vortritt lassen. Glücklos war auch der dritte Ausländer, den Mengshausen in dieser Saison aufbot. Kenneth Parr aus Großbritannien unterlag der für Hilgert startenden hessischen Ex-Meisterin Dr. Manuela Felix mit 390:395 Ringen. Knapp unterlegen waren zudem Patrick Seyfarth mit 388:390 gegen Barbara Hepp und Laura Schulz mit 387:388 gegen Erich Schmul.

Gegen den bislang sieglosen Tabellenletzten, die SG Hamm, sollte am Sonntag natürlich ein Sieg her, um nicht ganz abzustürzen. Doch das gestaltete sich schwieriger als gedacht. Der Druck war enorm. Das zeigte sich in den ersten Schüssen. Laura Schulz startete mit einer Sieben. Lisa Müller und Patrick Seyfarth hatten bis zur Halbzeit sechs Zähler Rückstand auf ihre Gegner. Erst in der zweiten Hälfte verbesserte sich die Nationalschützin, kam im Endspurt aber nicht mehr an ihre Gegnerin Rike Furmanek heran. Der Endstand: 391:392.

Patrick Seyfarths Rückstand vergrößerte sich auch in der dritten und vierten Zehnerserie. Die Folge: Der Teamkapitän unterlag Veronique Münster mit 387:396. Den ersten Einzelsieg für Mengshausen errang Jaqueline Orth. Auch das war eine Zitterpartie. Die Nationalschützin hatte 394 Ringe vorgelegt und wartete auf den Endspurt ihrer Gegnerin Jennifer Orly, die noch einige Treffer vor sich hatte, in der Hochrechnung aber mit einen Zähler führte. Diesen Vorsprung verspielte sie erst ganz am Ende mit zwei Neunern. Ihr Resultat: 393 Ringe.

Hauchdünn

Gut in den Wettkampf kam Kenneth Parr. Er führte bis zum dritten Zehnersatz mit sechs Zählern Vorsprung, den er im letzten Satz aber fast verspielte. Schließlich reichte es für Mengshausens Nummer drei noch zum hauchdünnen Sieg mit mit 388:387 gegen Inken Kolloch. Dramatischer beendete Laura Schulz ihr Match. Nach einem laufenden Wechsel der Führung langte es nach einer schwachen letzten Zehnerserie nur zu einem 378:378 gegen Sina Röder. Aufgelöst wurde das Unentschieden im Stechen, das Laura Schulz gleich mit dem ersten Schuss (9,6:7,4) für sich entschied und Mengshausen so den zweiten Saisonsieg bescherte.

In zwei Wochen muss die Schützengilde in Braunschweig gegen Kevelaer antreten. Nur mit einem Sieg werden die Waldhessen die Abstiegszone verlassen können.

Von Herbert Vöckel

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