Handball-Landesliga 

WHO verliert, Gast ist am Ende cleverer

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Kamen am Ende auch gegen Körle/Guxhagen über eine Niederlage nicht hinaus: Die HSG Werra WHO, hier Florian Strümpf, der von Körles Marius Paske am Wurf gehindert wird.

Obersuhl. Die Trauben in der Handball-Landesliga hängen für Aufsteiger WHO  hoch. Die Werrastädter mussten die Überlegenheit Körles bei der 26:30 Heimniederlage anerkennen. 

Man braucht kein Prophet zu sein: Geht nicht zeitnah ein Ruck durchs Team und besinnen sich erfahrene Akteure nicht auf ihr Können, bleibt die Saison in der Landesliga eine Eintagsfliege.

Dabei begann es gut für den Gastgeber. Gestützt auf einen starken Kevin Schottmann im Tor und ein flüssiges Angriffsspiel mit schönen Toren, hieß es nach zehn Minuten 6:3 und wenig später gar 8:4. Hoffnung keimte beim WHO-Anhang auf. Doch wie gewonnen, so zeronnen: völlig unerklärlich schlichen sich schon da wieder An- und Abspielfehler ein, ging die Konzentration beim Wurf verloren und zeigte auch die Abwehr erste Risse. So gelang dem Gast nach einer frühen Auszeit ohne viel Mühe durch einen 4:0-Lauf das 8:8, war der schöne Vorsprung futsch.

Zwar zeigten sich zumindest „Franz“ Czyba per Tempogegenstoß und Jan-Uwe Berz vom Punkt sicher, doch aus dem Rückraum kam auch diesmal durch Petar Cutura und Nebosia Raljic zu wenig Unterstützung, um den nötigen Druck auf die Gästeabwehr aufbauen zukönnen. Trotzdem reichte es so noch zur knappen 14:12 Pausenführung, ehe im zweiten Abschnitt kaum noch etwas gelang. „Ich weiß nicht, warum gerade die erfahrenen Akteure ab einem bestimmten Zeitraum nicht mehr ihre Leistung abrufen. Das, die schlechter werdende Abwehrarbeit und dumme und unnötige Zeitstrafen bringen uns soweit ins Hintertreffen, dass wir uns davon nicht mehr erholen“, zeigte sich Hartmut Knaut enttäuscht.

Der Trainer sieht auch in der schwachen Trainingsbeteiligung einen Grund für die Misere. Zwar bemühte sich seine Mannschaft mit ihren Fähigkeiten nach Kräften, hielt bis zum 23:22 ( 51.) noch die Hoffnung auf einen Sieg hoch. Doch angetrieben vom überragenden Mittelmann Janik Lanatowitz (9 Tore) ging der Gast beim 23:24 in Führung, die er stetig ausbaute und nicht mehr abgab.

Die WHO-Abwehr machte es dabei der körperlich und geistig frischer wirkenden MSG leicht, was die agilen Rückraumschützen Max Bieber (4) und Thore Schröder (7) zu den entscheidenden Treffern nutzten. Schöne Toren von Außen durch Simon Streckhardt und Marco Malsch waren letztlich nur Ergebniskosmetik. Zu mehr reichte es nicht.

WHO: Schottmann, L.Schneider- Duric (4), Streckhardt (3), Strümpf, R. Schneider (3/1), Krause (2), Reuschsel, Czyba (5), Berz (3/3), Breitbarth, Malsch (1), Raljic (3), Cutura (2) Körle/Guxhagen: Wicke, Ebert- Küllmer (2), Paske, Knaust, Imke (3), Ploch (2), Lanatowitz (9/4), Taube (3), Wenderoth, Bieber (4), Griesel, Schröder (7)

SR: Adam/Adam (Hofgeismar)

Z: 150, Zeitstrafen: 16 Min. - 8 Min.

Siebenmeter: 6/4 - 4/4

Von Michael Rimkus 

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