Handball-Landesliga Männer 

Werra WHO will den Klassenerhalt 

+
Robin Schneider (Mitte) ist wieder zurück aus Indien. 

Heringen. Mit dem Heimspiel am Samstag in Obersuhl gegen  Wanfried beginnt für die Handballer der HSG WHO 09 Werra das Abenteuer Landesliga. Beginn: 17.30 Uhr.

Die Vorbereitung

„Wir sind sehr zufrieden“. Unisono unterstreichen die Trainer Hartmut Knaut und Michael Reuchsel, dass man in den letzten Wochen vieles umsetzen konnte. Nach hartem Konditionstraining standen zuletzt spielerische und taktische Belange im Vordergrund. Viermal pro Wochen baten die Coaches zum Training.

Das Personal

Natürlich hätte man gerne noch weitere Akteure verpflichtet, musste sich aber den finanziellen Gegebenheiten stellen. „Wir sind zufrieden. Mit dem Landesliga-erprobten Jan Uwe Berz sowie dem Kroaten Petar Cutura wurde erfahrenes Personal gefunden. „Cutura ist trotz seiner 37 Jahre flexibel einsetzbar und zudem Linkshänder“, sagt Knaut. Dazu kommen der 18-jährige Trainersohn Nicolas Reuchsel und von der TVH-A-Jugend Achim Schneiders Sohn Luca. Reuchsel ist auf der Mitte, Halblinks und Linksaußen einsetzbar, während Schneider den arrivierten Torhütern „Dampf machen“ soll.

Allerdings müssen die Kalistädter in Zukunft auf André Witzel verzichten, der studienbedingt kürzer tritt und sich der Reserve der TG Rotenburg angeschlossen hat. Dafür soll Youngster Herrman Bach im Rückraum mehr Anteile bekommen, und auch auf Robin Schneider, der die Vorbereitung aus beruflichen Gründen verpasst hat, zählt man wieder fest.

Die Verletzten

Hier schlägt natürlich die schwere Knieverletzung von Sebastian Wolf voll ins Kontor. Knaut: „Sebastian wird jetzt operiert und in dieser Saison wohl nicht spielen. Das ist bitter, denn er war in Angriff und Abwehr eine feste Größe. Zudem muss sich auch Nebosja Raljic, der länger ausgefallen war, wieder rankämpfen.“.

Das Trainertrio

„Wir arbeiten harmonisch und sind auf einer Wellenlänge. Es gibt eine klare Aufgabenverteilung, aber die letzte Entscheidung liegt bei mir, anders geht es nicht“, so Knaut, dessen Tochter Hanna als Torwarttrainerin das Trio vervollständigt. Viel Wert legen die Trainer auf Disziplin. Wer nicht mitzieht oder ausschert, wird sich dauerhaft bei der Reserve wiederfinden.

Der Ausblick

Natürlich ist der Start mit den Begegnungen gegen Wanfried, Wesertal, Hersfeld und Großenlüder schwer, hat aber seinen Reiz. „Es ist jetzt besser, gegen diese Teams zu spielen, wenn sie noch nicht eingespielt sind“, zeigen die Coaches Respekt, aber keine Angst. Während Reuschsel den Klassenerhalt als Ziel ausgibt, möchte Knaut den Blick gerne auch nach oben richten.

Bodo Ruch, der momentan zusammen mit Jörg Fischer und anderen den aus Krankheitsgründen fehlenden Achim Schneider vertritt, meint dazu: „Wir waren 20 Jahre in der Bezirksoberliga und möchten natürlich nicht sofort wieder absteigen. Unser eingespieltes, junges Team mit seinem tollen Zusammenhalt gibt allen Anlass zur Hoffnung. Hoffentlich bleiben wir von Verletzungen verschont.“

Die Spielorte

Durch den Umbau der Heringer Großsporthalle werden zumindest die ersten vier Spiele in Obersuhl stattfinden. „Und zu allen Auswärtsspielen werden wir unseren treuen Fans einen Bus zur Verfügung stellen“, stellt Ruch fest.

Von Michael Rimkus

Kommentare