ReserveCup: Wenn die Kraft nachlässt

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Das Foto zeigt Hohenrodas Robert Peter (rechts) im Duell mit einem Spieler der SG Eiterfeld/Leimbach II.

Ransbach. Soeben erst war das Endspiel vorüber, da blickte Matthias Mönch schon wieder nach vorn. „Da versuchen wir es halt im nächsten Jahr wieder“, sagte der Fixpunkt der SG Hülsa, die die letzte Partie des 26. Reservecups gegen die SG Aulatal mit 2:4 verloren hatte. „Die Kraft war ein bisschen weg“, zuckte Mönch seine Schultern, und Bruno Hassenpflug, inzwischen 49, ergänzte: „Wir haben Moral gezeigt und sind bis auf 2:3 herangekommen.“

Vom Zweiten des Turniers zum Dritten: der SG Ausbach/Friedewald. Ihr Matchwinner, wenn man so will, war Tobias Winter. Im Achtmeterschießen wehrte er den insgesamt 13. Schuss dieses Duells vom Punkt aus ab – und verwandelte den anschließenden zum Sieg seines Teams. „Wir haben uns als Mannschaft im Vergleich zur Gruppenphase und auch zu den Spielen der Zwischenrunde am Vormittag tausendmal gesteigert“, meinte der 20-jährige Keeper. „Der Wille war da, auch der Kampf hat gestimmt.“

Einen bemerkenswerten Eindruck, den in dieser Art kaum jemand erwartet hätte, hinterließ der TV Braach. Das Rotenburger Team kam nach auch fußballerisch gefälligen Auftritten mit gutem Umschaltspiel auf Rang vier ein. „Ich bin sehr zufrieden“, bekannte Spielertrainer Lars Schneider. „Auch spielerisch war’s ganz gut. Wir nehmen das als gute Trainingseinheit mit.“ Schneider, der sich früher bei den Junioren des SV Rotenburg einen Namen gemacht hatte, war mit neun Toren sehr abschlussstark – und er fügte an: „Das Turnier hier ist sowieso geil.“

Unterdessen glückte es auch dem VfL Philippsthal nicht, seinen im Vorjahr gewonnenen Titel zu verteidigen. Als erstem Team in der mehr als 25-jährigen Geschichte des Wettbewerbs. In der stark besetzten Zwischenrundengruppe mit dem späteren Turniersieger Aulatal und dem Vierten Braach war der VfL ebenso stark – doch es reichte eben nicht ganz. Oder anders ausgedrückt fehlte, wie so oft bei Spielen in der Halle, ein Törchen.

„Gegen Aulatal haben wir das entscheidende Tor zum 2:3 30 Sekunden vor Schluss gekriegt – und hätte Braach vor unserem letzten Spiel gegen Aulatal gewonnen (1:1, d. Red.), wären wir weiter gewesen“, brachte Carsten Ruppel die mehr als enge Situation auf den Punkt. „Abgesehen davon, dass wir zwei Finalisten in unserer Gruppe hatten, konnten wir nicht ganz an die Leistung der Vorwoche anknüpfen“, schob er nach. Da legte der VfL vier Siege in vier Spielen hin in der Vorrunde.

Auch einem weiteren Team, das ein Abonnement beim ReserveCup besitzt, gelang es nicht, in die K.o.-Runde der letzten Acht zu rutschen: der SG Sorga/Kathus. „In der Offensive war’s zu wenig, und in der Defensive haben wir zu viele Fehler gemacht. Da verlierst du dann in der Halle“, erklärte Sascha Landsiedel kurz und knapp. „Es hat so’ ein bisschen Cleverness gefehlt.“

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