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Wenn Enten und Fische flüchten

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Das Siegerteam des TSV Reilos, von links Christian Stiebing, Marco Schneider und Lars Hildebrand. © Wenzel

Gershausen. Strahlender Sonnenschein, starke Leistungen und strahlende Sportler: Der 7. Gershäuser Volkstriathlon hat so richtig Spaß gemacht. Einige Eindrücke vom Samstagnachmittag.

DIE GASTGEBER

Mehr als 50 emsige Helfer hat der 1.FC Gershausen mobilisiert. Und viele der etwa 300 Einwohner des kleinen Kirchheimer Ortsteils können sich nichts anderes für den Nachmittag vorgenommen haben. So ist am Gershäuser See, dem Ort der ersten Disziplin, schon eine Viertelstunde vor dem Startschuss einiges los. Im Ort sitzen die Menschen vor den schmucken Häusern in Liegestühlen, trinken Kaffee oder auch schon mal ein Bierchen. „7.Gershäuser Volkstriathlon“ steht an der Heckscheibe eines blauen Vans, der in einer Einfahrt steht. Ein Dorf lebt und liebt seinen Triathlon.

DIE BEDINGUNGEN

20 Grad und strahlender Sonnenschein – für den Autoren dieses Artikels sind die Voraussetzungen optimal. Auch für Simone Arnold, Triathletin des SC Neuenstein, die am Ende wie im Vorjahr Dritte bei den Frauen werden soll. „Es war absolut mein Wetter, Einigen vielleicht sogar schon ein bisschen zu warm“, sagt sie. Der See soll sich nach dem Gewitter vom Freitagabend von annähernd 24 auf knappe 20 Grad abgekühlt haben. „Das passt schon so“, meint Arnold, und wischt sich den Schweiß aus der Stirn.

AUF DER STRECKE

Viele bekannte Gesichter sieht man schon vor dem Start. Die Jungs von der Triathletenschmiede Werratal um Daniel Diel sind da, die Ausdauersportler des SC Neuenstein mit den Starkloffs und Silvia Nierula. Lars Hildebrand und Marco Schneider vom TSV Reilos, die im Vorjahr als Duo (!) den Team-Wettbewerb gewannen. Radsportler Heiko Katzler aus Kirchheim, aber auch Fußballer wie Chanda Winter (SG Ober-/Untergeis) oder Haunetals Spielertrainer Senouci Allam gehören zu den knapp 70 Teilnehmern.

„Die Enten und Fische haben sich schon ganz nach hinten verzogen – die wissen, einmal im Jahr geht’s hier rund“, sagt Moderator und Motivator Reinhard E.Matthäei, bevor es losgeht. Als erster Schwimmer der ersten Welle steigt nach zwei Runden (400 Metern) Ralf Hofmann vom SC Neukirchen aus dem Wasser.

In der Wechselzone klettert Dietrich Wehrstedt aus Lohra auf sein Rennrad. „Vorsicht, ich bin der älteste Teilnehmer“, ruft er uns lachend zu. Stimmt – M65 verrät die Starterliste. Vom Grill zieht derweil der verlockende Duft der Bratwürstchen herüber. Heiko Katzler juckt das nicht, er bereitet sich auf seinen Start vor. „Ich glaube nicht, dass viele auf dem Rad schneller unterwegs sind als ich“, sagt der 42-Jährige selbstbewusst – und soll Recht behalten. In einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 39 km/h wird er die 21 Kilometer zurücklegen und braucht dafür etwas mehr als 33 Minuten. „Maschine“, sagt ein Konkurrent anerkennend.

IM ZIEL

Traubenzucker, frisches Obst und Wasser stehen hier für die Sportler bereit. „Streckenrekord Georg Abel (2014), 1:02:08 Stunden“ steht auf einem Plakat. Würstchen und Weizenbier gehen gut bei den Zuschauern, die es sich in der Sonne bequem gemacht haben. Um 14.55 Uhr trifft mit Peter Ellenberger (Platz 25) der erste Radfahrer am Berg ein. Fünf Kilometer Laufstrecke liegen jetzt vor ihm. 20 Minuten später ist mit Ralf Hofmann (21) der erste Finisher im Ziel. „Das hast du toll gemacht“, ruft ihm Matthäei unter dem Applaus der Zuschauer zu.

DIE SIEGER

Gerhard Schöpke (Saar Traiathlon - M45) ist in 1:03:28 Stunden als erster Mann im Ziel. Schnellste Frau ist Marie Burneleit (W30) in 1:15:07 Stunden. Das beste der (nur) vier Teams ist erneut der TSV Reilos mit Lars Hildebrand, Marco Schneider und Christian Stiebing in 1:03:39 Stunden.

„Saustark, Männer“, sagt Schneider und schließt seine Jungs in die Arme. Saustark – so war auch der 7.Gershäuser Volkstriathlon.

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