Handball

Die weibliche B-Jugend der HSG Landeck/Hauneck schreibt eine Erfolgsgeschichte

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Zweite der Bezirksliga: die B-Jugend-Handballerinnen der HSG Landeck/Hauneck. Hinten von links:Trainerin Alicia Wedel, Celine Schäfer, Lisa-Marie Sondergeld, Paula Grimm, Lara Bobak, Marie Olbricht, Trainerin Nadine Kunze. Mittlere Reihe: Zoe Kunze, Maria Buhles, Alexandra Böhler, Pia Holstein, Julia Schleinig, Nell Kunze. Vorn liegend: Alina Lode. Foto: nh

Schenklengsfeld/Eitra. Es ist nicht so, dass sie diese Motivationshilfe zwingend benötigt hätten. Doch ein Song begleitete die B-Jugend-Handballerinnen der HSG Landeck/Hauneck mehr, als sie es vielleicht dachten. „Erfolg ist kein Glück“, heißt es darin, „sondern nur das Ergebnis von Blut, Schweiß und Tränen“.

Interpret ist der deutsche Rapper „Kontra K“. Nadine Kunze, neben Alicia Wedel eine von zwei Trainerinnen des Teams, sagt: „Diesen Song hören die Mädchen vor jedem Spiel. Ganz laut.“

Logisch fast, dass der Schriftzug „Erfolg ist kein Glück“ Kunzes Sportpulli schmückt. Und der Spruch ist ein Stückweit Programm. „Die Mädchen haben gut mitgemacht in dieser Serie“, ergänzt die Trainerin. Den zweiten Platz belegten sie in der weiblichen B-Jugend-Bezirksliga – hinter Meister Kirchhof und vor dem TV Hersfeld.

Blick zurück

Um diese Platzierung einordnen zu können, muss man einen Blick zurück werfen. Nach unglücklicher Qualifikation im April vergangenen Jahres verließen fünf (!) Spielerinnen die HSG Richtung TVH.

Die Oberhaunerin Nadine Kunze (39), Trainerin und Betreuerin im Nachwuchsbereich, seitdem sie 16 ist, hatte das Team an der Seite von Alicia Wedel übernommen. „Die Mannschaft hatte durch den Aderlass einen schweren Stand. Außerdem verletzte sich die etatmäßige Torfrau.“ Das war Franziska Post, die sich bei besagter Quali so ziemlich alles im Knie riss, was möglich war. Dann aber setzte ein gruppendynamischer Prozess ein, den Kunze nicht für möglich hielt. „In der Vorbereitung haben wir das eine oder andere Freizeitturnier mitgemacht – und das Team hat sich gefunden. So eine Mannschaft hab’ ich noch nie trainiert.“

Drei im Tor

Und auf der Position der Keeperin erklärten sich gleich drei Spielerinnen bereit, zwischen die Pfosten zu gehen: Lara Bobak versuchte es zunächst – Marie Olbricht, Paula Grimm und Maria Buhles wurden schließlich zu Torfrauen.

Die Serie verlief besser als gedacht: Die B-Jugend-Bezirksliga beendete die HSG als Zweite – und damit bestes Team dieser Altersklasse im Kreis. Die ist das Resultat der bereinigten Tabelle der Liga, ohne Reichensachsen, das außer Konkurrenz spielte; deren Erste trat eine Klasse höher in der Landesliga an. Nach besagter Rangliste verfügt Landeck/Hauneck über 16:4 Punkte, der TVH über 14:6.

Erwähnenswert, dass sieben Spielerinnen der HSG Landeck/Hauneck doppelt im Einsatz waren in der vergangenen Runde: nicht nur für die B-, sondern auch für die A-Jugend. Die belegte, von Sabine Schleinig trainiert, hinter Fulda-Petersberg ebenfalls Rang zwei.

Auch außerhalb der Spiele in den Hallen stellten die HSG-Mädchen einiges auf die Beine. Sie feierten Seite an Seite Weihnachten, Fasching und Lolls, trainierten mit allen Nachwuchsteams der HSG in Schenklengsfeld, hielten in Oberhaun ein Trainingslager ab, schlugen sich bei der dortigen Kirmes im „Human Socccer“ prima – und nahmen sich im „wortreich“ eine Teambuildingsmaßnahme im Bereich Kommunikation vor.

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