VfL Philippsthal freut sich auf kurze Wege 

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In der Kreisoberliga angekommen: Gerd Ruch, Trainer des Aufsteige rs VfL Philippsthal.

Der VfL Philippsthal, Aufsteiger in die Fußball-Kreisoberliga, freut sich auf die Derbys und auf kurze Wege. 

Philippsthal – Gerd Ruch sitzt auf der kleinen Tribüne auf dem Sportplatz in Philippsthal. Und staunt. „Wenn man solche Leute sieht, dann freut man sich“, murmelt der Trainer vor sich hin. Er meint Timo Spangenberg. Der stellvertrende Sportliche Leiter, auch für das Frauenteam zuständig, ist präsent. Jeden Tag ist er hier.

Dieser Einstieg scheint nichts mit Aussichten, Zielen und Erwartungen des Kreisoberliga-Aufsteigers zu tun zu haben. Auf den ersten Blick. In Wahrheit sind es viele Puzzlestücke, viele Helfer, die dem VfL den sportlichen Weg nach oben beschert haben.

Die Neuen

Mit wenig verändertem Kader geht der Kreisoberliga-Aufsteiger in die Serie. Neu sind Tobias Kursawe aus dem nahen Sünna und Alexander Rimbach aus Widdershausen. Der Philippsthaler Niklas Weber, der in der vergangenen Runde übers Zweitspielrecht bei Wildecks A-Junioren in der Gruppenliga gekickt hatte, steht der Ersten jetzt vollständig zur Verfügung.

Der Kader

Ist mit 23 oder 24 Spielern für die erste Mannschaft breit aufgestellt. „Wir werden auch unsere zweite Mannschaft verjüngen. Sie wird in der Kreisliga B1 eine gute Rolle spielen.“ Neuer Sportlicher Leiter dort: Christoph Voland.

Die Altersstruktur

Einige ältere Spieler wie Kapitän Mike Eisengardt, Keeper Philip Stunz, Alex Scheel oder Dennis Schneider „halten den Laden zusammen“, wie es Ruch nennt. Überwiegend kicken in der VfL-Ersten Spieler, die jünger als 25 sind.

Die Spielidee

„Ein System ist uns auf den Leib geschneidert“, bemerkt Ruch. Das ist das 4-4-2-System. „Das heißt aber nicht, dass wir gegen jeden Gegner so spielen werden.“ Gespannt ist er auf die Entwicklung einiger Kräfte. Er freue sich, wie sich das Innenverteidiger-Paar Hannes Bauer und Joachim Wagner in neuer Umgebung schlagen werde. Auch Torwart Philip Stunz werde öfter zeigen können, was in ihm steckt. „Wir werden uns nicht verstecken, sondern mutig spielen. Dazu haben wir einfach zu viele gute offensive Spieler.“

Die Erwartungen

„Ich bin mir ganz sicher“, betont Ruch, „dass unsere Mannschaft das Potenzial hat, in der Kreisoberliga zu bestehen. Spielerisch können wir auf jeden Fall mithalten“. Im gleichen Atemzug schränkt der Coach ein: „Wir haben noch Probleme, unser Spiel über 90 Minuten durchzuziehen. Und gerade die jüngeren Spieler müssen sich körperlich an die höhere Klasse gewöhnen.“

Ruch ist dafür bekannt, den Ball eher flach zu halten. „Ich gehe erst einmal defensiv an unsere Zielsetzung heran. Der Klassenerhalt ist unser erstes Ziel – jetzt habe ich aber einen Mittelfeld-Platz ausgegeben.“

Die neue Liga

„Für uns ist die Kreisoberliga richtig interessant“, betonen sie beim VfL Für alle Mannschaften des Kreisteils Hersfeld sei das der Fall. „So viele kurze Anreisewege hattest du in der A-Liga nicht.“

Das Auftaktprogramm

Der VfL wird zu Beginn ins kalte Wasser geworfen und darf sich sowohl im Pokal als auch zum Rundenauftakt mit der SG Festspielstadt/SpVgg messen – jeweils auswärts. Mit Niederjossa und Dittlofrod/Körnbach folgt ein Heimspiel-Wochenende – ehe es zum Favoriten nach Niederaula geht.

„Wenn ich hierher komme und sehe, wie viele Kinder hier rumlaufen und trainieren. Der Verein scheint vieles richtig zu machen. Viele gute Ehemalige kümmern sich ums Training mit den Jugendlichen.“ Und wieder staunt der Coach über den VfL Philippsthal, der in der neuen Serie auch ein eigenes A-Junioren-Team stellt.

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