Fußball/A-Junioren-Verbandsliga: JFV Aulatal muss für den Klassenerhalt arbeiten

Veapi hält den Ball flach

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Aulatals Trainer Ernest Veapi

Aulatal. Das für Sonntag vorgesehene Spiel gegen den SC Waldgirmes fiel aus, die erste Hälfte der Serie in der Verbandsliga und das Punktspieljahr 2017 sind für die A-Junioren-Fußballer des JFV Aulatal beendet. Grund genug, um eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Noch tut sich Ernest Veapi etwas schwer mit seiner Einschätzung. „Mit der Konstellation, dass nur zwei Spieler unseres letztjährigen Teams übrig geblieben sind“, sagt Aulatals Trainer, „muss man zufrieden sein mit dem bisherigen Abschneiden“. Nach elf Spielen der Serie belegen seine Nachwuchskicker mit der Bilanz von drei Siegen, drei Remis und fünf Niederlagen Rang zehn der vierzehnköpfigen Tabelle der Verbandsliga, der zweithöchsten hessischen Spielklasse. Wer den Coach und dessen Ehrgeiz kennt, der weiß, dass ihn der Ausgang einiger Partien schmerzte.

Etwa das Heimspiel gegen Ederbergland, Aulatals letztes Heimspiel des Jahres, als sein Team keinen Fuß auf den Boden bekam (0:2) – oder die Auswärtsspiele im November in Bad Soden (3:4) und Schwalmstadt (2:2). Oder selbst der Heimspielauftakt in die Saison gegen den VfL Kassel (1:1), als Aulatal wegen vergebener Chancen zwei Punkte liegen ließ. Andererseits: Diese Partie lag inmitten des beinahe fulminanten Saisonstarts des fast neu zusammengestellten Teams.

In den ersten fünf Spielen der Runde blieb Aulatal ungeschlagen, elf Punkte sprangen heraus. Nur drei Gegentore musste die JFV-Vertretung hinnehmen, die erste Niederlage gab es Ende September beim 0:4 gegen den FV Horas, den aktuellen Tabellenzweiten und die Nummer zwei der Region Fulda.

Breiter Kader zahlt sich aus

„Andere hatten nach dem guten Start schon ein Stück mehr erwartet. Ich nicht“, hielt Veapi den Ball flach und bemühte stets den Sinn für die Realität. Der JFV, der vor der Saison eine Kooperation mit dem JFV Bad Hersfeld eingegangen war, hatte seinen Kader für die neue Serie des Konstrukts Verbandsliga wesentlich verbreitert.

„Ich fühle mich darin bestätigt“, ergänzt der Trainer, „alle 22 Spieler kamen zum Einsatz. Jeder hat die Chance, sich zu entwickeln. Ich muss nicht, wie in der letzten Serie, drei oder vier B-Jugendliche mitnehmen“. Viele hätten sich gesteigert, sagt der Coach, andere seien auf dem Weg dorthin. Veapi möchte keinen Spieler herausheben aus seinem Gefüge – zwei Neue aber zeigten, was sie können: die höherklassig erfahrenen Kevin Kunze (der Hönebacher kickte für den KSV Baunatal) und Lorenz Hoss (zuvor Viktoria Fulda).

Dennoch musste der Kader einiges wegstecken an Ausfällen. Aus diversen Gründen. Leo Käsmann (Bruch des Beckenknochens oberhalb der Leiste) fehlte nach ansprechendem Start schon früh in der Serie – Elias Corell, Marvin Manß, Jonas Hagedorn, Keeper Jonas Rös oder Innenverteidiger Daniel Vollmer erstzen zu müssen, das kam hinzu. „Auf uns wartet noch ein hartes Stück Arbeit“, schließt Veapi die Aussicht auf den Klassenerhalt. Vom Vorletzten Marburg (7 Punkte) bis zum Sechsten Waldsolms (20) kann es jeden erwischen. Im ersten Spiel im neuen Jahr tritt Aulatal laut Plan am 11. März beim VfL Kassel an.

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