Fußball-Kreisliga A2

Unterhaun verpasst beim 3:3 in Wippershain Relegations-Chance

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Kampf war angesagt in Wippershain: Links Unterhauns Philipp Nuhn und Daniel Pfromm (in Rot), daneben Leon Burkhard (verdeckt) und Matthias Riedl, Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershains scheidendem Spielertrainer. l

Wippershain – Die Fußballer des SV Unterhaun haben ihre letzte Chance zur Teilnahme an der Aufstiegs-Relegation zur Kreisoberliga verpasst.

Am Freitagabend mussten sie sich am vorletzten Spieltag der Serie im Derby bei der SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain mit einem 3:3 (3:2) zufrieden geben. Gleichzeitig gewann Unterhauns Konkurrent Großentaft auf eigenem Platz gegen Eiterfeld/Leimbachs Zweite mit 4:0 und nimmt nun an der Relegation zur höheren Liga teil.

Ein temperamentvolles und unterhaltsames Kampfspiel entwickelte sich auf der Wippershainer Höhe. Der Gastgeber trat äußerst beherzt auf und tat das, was man auf dem schwer zu bespielenden Platz machen musste: Er gewann viele zweite Bälle. Nachdem Nothbaums Kopfball nach Reinhardts artistischer Vorarbeit von der Latte zurückgesprungen war (16.), zogen die Platzherren durch einen Doppelschlag mit 2:0 davon. Zunächst traf Reinhardt, der unermüdlich rackerte und stets gefährlich war, per Kopf nach Schneiders Eckball – eine Minute später nutzte Nothbaum ein Geschenk des Gastes per Flachschuss zum 2:0 (18.).

Doch Unterhaun tat das, was es auch ohne wichtige verletzte Spieler während der gesamten Rückserie getan hatte: Das Team kämpfte, glaubte an sich und gab nicht auf. Binnen neun (!) Minuten schoss der Gast drei Tore und drehte das Spiel. Erst traf Stein nach Steffen Herrs weiter Flanke und Kopfball-Verlängerung – ehe Kallée zwei Tore nachlegte. Zunächst traf er, nachdem er sich nach Holls Rückpass abgesetzt hatte, und wenig später per Foulelfmeter. So stark der Gastgeber in der ersten halben Stunde war, als sogar das 3:0 möglich schien – so ungeschickt stellte er sich in dieser Phase an, in der er drei Tore kassierte.

Die Geschichte von Halbzeit zwei ist schnell erzählt: Unterhaun hatte zunächst mehr den Ball, bekam im Spiel nach vorn aber keine Impulse mehr beisammen. Der Gastgeber indessen kämpfte beharrlich weiter, investierte mehr als sein Kontrahent – und wurde mit dem Ausgleichstreffer des doppelten Torschützen Reinhardt nach 75 Minuten belohnt. Er bestrafte einen Kommunikations- und Absprachefehler des Gegners, blieb ruhig und verzögerte geschickt im Abschluss. Schenklengsfeld/Rot./Wipp.: Cojocaru - Willhardt, Riedl, Ries, Brandau - Burkhard, Pitton - Schneider, Reinhardt, Gebhardt - Nothbaum sowie Grewe, Scherp

Unterhaun: Welle - Pfannkuch, Lorenz, Steffen Herr - Pfromm, Nuhn - Jülch, Krebs, Stein, Holl - Kallée sowie Creutzburg, Rericha, Christian Herr SR: Notarangelo (Burghaun) Tore: 1:0 Reinhardt (17.), 2:0 Nothbaum (18.), 2:1 Stein (30.), 2:2, 2:3 Kallée (36., 39./FE), 3:3 Reinhardt

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