1. Hersfelder Zeitung
  2. Sport
  3. Lokalsport

Handball: Derby zwischen Rotenburg und Hersfeld

Erstellt:

Von: Rainer Henkel

Kommentare

Janik Hagemann (Mitte) setzt zum Wurf an, Handball, TG Rotenburg
Kompromisslos: Rotenburgs Janik Hagemann (Mitte) setzt zum Wurf an. © Stefan Kost-Siepl

Rotenburg/Bad Hersfeld – Derbyzeit in der Handball-Landesliga: Die beiden Nachbarn TG Rotenburg und TV Hersfeld treffen zum zweiten Mal in dieser Saison aufeinander. Der Anwurf ist am Samstag – vorverlegt – um 17.15 Uhr in der Rotenburger Großsporthalle. Es gilt die 2G-plus-Regelung.

Robert Nolte, Trainer der TGR, zeigt sich beeindruckt vom kürzlichen 33:20-Erfolg der Hersfelder gegen den VfL Wanfried. Gegen denselben Gegner verloren die Rotenburger in der Woche davor mit 22:26. „Der TVH hat sich super gefunden“, sagt Nolte und analysiert kurz und knapp: „Bei ihnen ist Marc Förtsch als emotionaler Lea-der zurückgekehrt, dazu auch Andi Krause als vielleicht komplettester Spieler der Liga. Außerdem haben sie mit der Reaktivierung von Sascha Kepert im Tor einen echten Glücksgriff getan.“

Die Rückkehr der Genannten lasse auch andere stärker werden, beispielsweise Mark Petersen und Lukas Berger.

Die Rotenburger selbst sind dagegen noch immer von Personalsorgen geplagt. Weiterhin fallen Tomislav und Boze Balic aus – beide waren nur zu Saisonbeginn dabei. Luca Hagemann droht mit seiner Schulterverletzung eine Operation, das habe das MRT ergeben. In Tomislav Balics Rolle im Rückraum wachse allerdings Maurice Reyer immer besser hinein, lobt der Trainer.

Mit einer etwaigen offenen Deckung will die TGR dem Gegner nicht ins offene Messer laufen. „Dafür haben sie zu starke Einzelspieler“, sagt Robert Nolte, der „weiter auf unsere eingespielte 6:0-Deckung“ bauen will. Ansonsten „lassen wir uns etwas einfallen“, hält er sich zum Thema Taktik bedeckt.

Neben den Verletzten fehlten ihm unter der Woche im Training der reaktivierte Petr Cutura, der ebenso wie Torwart Drazen Cica Schichtdienst hat. Auch Torwart-Kollege Alexander Dick fehlte erkrankt.

Voller Respekt, aber auch mit breiter Brust, trete seine Mannschaft an, sagt Hersfelds Trainer Christian Weiß. Durch das Spiel gegen Wanfried habe man das Selbstvertrauen ein bisschen aufgepäppelt und gehe mit guter Stimmung in die Partie.

Dennoch spricht Weiß von einem schweren Auswärtsspiel bei einem Gegner, den er ein Stück weit für die Überraschung der Liga hält. „Sie sind zwar nur einen Platz vor uns, aber man muss sich mal angucken, was sie für Ergebnisse erzielt haben“, meint er. „Genau wie wir sind sie personell dezimiert, haben aber Woche für Woche gute Ergebnisse gebracht.“

Personell haben die Hersfelder dabei allerdings erneut ein paar kleine Sorgen, wenngleich der Trainer optimistisch bleibt. Marc Förtsch und Sven Wiegel plagten zu Beginn der Woche ein paar Wochenend-Blessuren und Benjamin Krause verletzte sich im Training, wird jedoch – so hofft Weiß – bis zum Wochenende wieder fit.

Sein gegenüber Robert Nolte denkt ans Hinspiel: „Da waren wir zu acht und haben ein Riesenspiel gemacht.“ Im Dezember behielten die Rotenburger in der Geistalhalle mit 34:31 die Oberhand. Nach hart umkämpfter erster Hälfte setzten sie sich Mitte des zweiten Durchgangs zeitweise mit sechs Toren ab – ein Vorsprung, den sie sich nicht mehr ganz nehmen ließen. Und es stehen ja noch mehr Derbys an. Beide Teams werden in der Abstiegsrunde zwei weitere Mal aufeinandertreffen. Also weiter: Derbyzeit.

Von Rainer Henkel Und Kristina Marth

Petr Cutura (am Ball), Handball, TG Rotenburg
Nicht aufzuhalten: Der Rotenburger Petr Cutura (am Ball) lässt sich von seinem Hersfelder Kontrahenten Kay Becker nicht stoppen. Letztlich warf der Routinier im TGR-Dress drei Tore beim 34:31-Erfolg seiner Mannschaft. © Hartmut Wenzel

Auch interessant

Kommentare