TVH-Trainer Deppe: Haben eine breite Brust

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Von Hünfeld nach Hersfeld gewechselt: Linkshänder Alexander Schott aus dem Haunecker Ortsteil Bodes. 

Bad Hersfeld. Topspiel in der Handball-Landesliga. In Bad Hersfeld. Ab 18.30 Uhr erwartet der TVH am Samstag in der Geistalhalle den Hünfelder SV.

Es ist das Spiel des Tabellenfünften gegen den Dritten. Der Vizemeister der vergangenen beiden Jahre trifft auf den Oberliga-Absteiger. Und Hersfeld ist gut drauf. Nach vier Siegen in Folge wieder in der Spur. Und selbstbewusst – das hat die ebenso freche wie überzeugende Leistung vom 36:26 am Lolls-Samstag gegen Wesertal gezeigt.

Matthias Deppe – das hört man am Telefon sofort – ist heiß auf Samstag. „Es ist das absolute Topspiel in Osthessen. Wir haben großes Selbstbewusstsein und gehen mit breiter Brust in das Duell mit Hünfeld“, sagt der Trainer der Hersfelder. Seiner Mannschaft bescheinigt er für vergangenen Samstag eine absolute Top-Leistung. „Wir haben gegen Wesertal technisch und taktisch kaum Fehler gemacht, hatten mit Tobi Kretz einen überragenden Torhüter, haben uns in der Abwehr gut bewegt und sind vorne beherzt in die Räume gegangen und haben konsequent abgeschlossen“, schwärmt der 51-Jährige.

Hünfeld ist Favorit

Oberliga-Absteiger Hünfeld sieht Deppe zwar als Favoriten, sagt aber auch: „Hünfeld muss was zeigen, wenn sie bei uns gewinnen wollen.“ Und so erwartet der Coach ein intensives Duell, das wohl Spitz auf Knopf enden wird. Vor Hünfelds Torhüter Christian Krätzig, der für ein Jahr auch das Trikot von Eitra/Oberhaun trug, hat Deppe einigen Respekt. „Wenn er einen guten Tag erwischt, nagelt er dir das Tor zu“, weiß er. Auch der Rückraum um Felix Kircher, Lennart Sitzmann, Alexander Unglaube und Fabian Sauer sei für Landesliga-Verhältnisse stark aufgestellt. Doch mit einem rechnet Hersfelds Coach ganz fest: „Ich glaube nicht, dass meine Jungs Hünfeld begegnen werden wie das Kaninchen der Schlange.“

Trainer des Hünfelder SV: Jonggi Pasaribu, der auch schon für den TVH spielte. Foto: Walger

Davon geht auch Hünfelds Trainer Jonggi Pasaribu aus, der seinem Team rückblickend auf das 29:30 gegen die TG Rotenburg eine „miserable Abwehrleistung“ bescheinigt.“ Pasaribu hat großen Respekt und die Variabilität als eine Stärke des TVH ausgemacht. „Hersfeld hat aktuell einen richtig guten Lauf. Das ist eine junge, lernfähige Truppe. Die Jungs haben alle Spaß und geben 100 Prozent. Das wird eine harte Nuss.“ Beim HSV könnte Michael Klein in den Kader zurückkehren, der ansonsten – ebenso wie der des TVH – komplett ist.

Übrigens: Das letzte Aufeinandertreffen in der Geistalhalle fand im Februar 2017 statt – und war ein Spektakel. Knapp 700 begeisterte Zuschauer sahen ein 33:33-Unentschieden, das sich der spätere Meister Hünfeld erst im letzten Angriff sicherte.

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