Handball-Landesliga

TVH kämpft Großenlüder mit 38:32 nieder

+
Ein Sieggarant, der in einer starken Mannschaft zu den Torgefährlichsten gehörte: Kreisläufer Marc Förtsch.

Die Handballer des TV Hersfeld boten beim Sieg gegen Großenlüder eine tolle Leistung.

Bad Hersfeld – Am Ende gab’s die Humba: Marc Förtsch gab die Buchstaben vor, und die Mannschaft feierte mit ihm und den Zuschauern in der Geistalhalle.

Das hatten sich die Landesliga-Handballer des TV Hersfeld mehr als verdient. In einem intensiven, zeitweise dramatischen Spiel rangen sie den Tabellendritten HSG Großenlüder/Hainzell mit 38:32 (18:17) nieder. „Hut ab vor der Mannschaft, das war fantastisch“, kommentierte Trainer Matthias Deppe anschließend – sichtlich mitgenommen von dem Duell, das nichts für schwache Nerven war.

Gegen die Gäste, das offensivstärkste Team der Liga, begannen die Hersfelder hoch konzentriert. Eine offensive 5:1-Deckung, in der Lasse Reinhardt vorgezogen agierte, sollte die Kreise der Rückraumriesen im HSG-Trikot stören – mit Erfolg. 6:3 führte der TVH nach neun Minuten, als der einzige Bruch ins Spiel der Gastgeber kam. Zwei, drei Fahrkarten, ein paar Zuspiele ins Leere, und die Gäste glichen nicht nur zum 7:7 aus, sondern gingen sogar 9:8 in Führung (17.).

Es sollte ihre einzige bleiben. Denn der TVH fing sich – mit der richtigen Taktik und mit Glück. Weil Lasse Reinhardt den beim Gast überragenden Lukas Dimmerling per Manndeckung an die Kette legte. Weil Tobias Kretz einen Siebenmeter entschärfte. Weil Philipp Koch aufdrehte und bis zur Pause sechs Treffer warf. Das Spiel stand auf des Messers Schneide – und 18:17 zur Halbzeit.

Auch nach der Pause blieb es eng. Großenlüder reagierte, nahm seinerseits Lasse Reinhardt in Manndeckung. Bis zum 23:23 (37.) blieb das Spiel ausgeglichen, dann setzte sich der TVH langsam ab. „Wir haben viel über die Außen agiert, haben Großenlüders Deckung in Bewegung gebracht – das hat uns Lücken eröffnet“, analysierte Matthias Deppe die entscheidende Spielphase. In der lief Marc Förtsch zu großartiger Form auf. Drei Tore erzielte der Kreisläufer am Stück, stellte von 25:23 auf 28:24.

Großenlüder wehrte sich. Machte eine Viertelstunde lang den Eindruck, als könnte die Mannschaft jederzeit vier Tore aufholen. Tat sie aber nicht. Auch als Andreas Krause nach überhartem Einsteigen gegen Elia Sippel Rot sah, kam kein Bruch ins Spiel. Im Gegenteil: Bis auf 36:27 (55.) zog der TVH in einem wahren Spielrausch davon. „Meine Spieler haben gekämpft wie die Löwen“, lobte Trainer Deppe später. Dass die Gäste in den Schlussminuten noch herankamen, tat der Stimmung und der Humba keinen Abbruch.

TVH: Kretz, Wasem – Deppe (6), Rübenstahl, Förtsch (6), Räther (1), Remenski (1), Koch (10), Petersen (3), Wiegel, Reinhardt (3/1), A. Krause (2/2), Schott (1), Berger (5).
Großenlüder: Decher, Stradtmann – Sippel, Wehner (1), L. Münker (8), B. Dimmerling (2), S. Münker (4), Malolepszy (6/2), Peppler, L. Dimmerling (9), Blinzler, H. Dimmerling (2), Feldmann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare