Handball-Landesliga

TVH jetzt ohne großen Druck

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Kampfgeist: Hersfelds Marc Förtsch setzt sich in dieser Szene am Kreis durch. 

Bad Hersfeld. Die Handballer des TV Hersfeld sind den großen Druck im Kampf um die Meisterschaft seit Samstag los. In den restlichen fünf Spielen in der Landesliga Nord können sie nach der 22:26-Niederlage im Spitzenspiel gegen den Titelaspiranten Melsungen II befreit aufspielen.

Das Ergebnis sprach letztendlich für den souverän auftrumpfenden Meisterkandidaten. Aus Sicht einiger Hersfelder Spieler hätte die Partie einen engeren Verlauf nehmen können. „Da war auf jeden Fall mehr möglich“, sagte Fynn Reinhardt. Der Hersfelder Rückraumspieler, der nach Ende der Serie wechseln wird, meinte, dass der TVH sogar ebenbürtig hätte sein können, wenn die zweite Welle nach einem Tempogegenstoß konsequenter genutzt worden wäre: „Wir hätten da einfach ein bisschen schneller spielen müssen. Dann hätten wir einige Chancen besser nutzen können.“

So aber stellten die Melsunger die Räume zu – und die Hersfelder verwarfen – oder scheiterten am Torwart. Insgesamt 14 Möglichkeiten verstrichen ungenutzt. „Wir haben zuviel verballert“, meinte auch Peter Köpke. „Die haben in Abwehr und Angriff starke Leute.“

Einer der stärksten Melsungern war Eugen Gisbrecht, der aus der Rückraummitte das Spiel lenkte, während Max Pregler im Angriff diesmal nach einer Grippeerkrankung blass blieb. Im Hinspiel war er noch zehnfacher Torschütze, im Rückspiel am Samstag gelangen ihm nur vier Treffer – unter den Augen seines Vaters Markus („Max“), der aus der Schweiz zu Besuch war.

So oft traf auch Petr Hruby. Der Ex-Profi freute sich genauso wie seine Teamkollegen über den Erfolg. „Natürlich muss sich das Team in der kommenden Saison noch auf einigen Positionen verstärken“, sagte der frühere tschechische Nationalspieler. Und Tainer Georgi Sviridenko meinte: „Wir sind immer cool geblieben.“ Bis auf das Foul von Alexander Bärthel gegen Marco Kemmerzell – der MT-Spieler erhielt dafür sogar die Blaue Karte – präsentierte sich der Gast also meisterschaftsreif.

Dagegen war richtiger Geist am Samstag beim TVH nur bei den Nachwuchstalenten wie Reinhardt, Marc Förtsch oder Jannis Deppe zu spüren. Ausnahme: Kai Hüter. Der Torwart zeigte wieder einmal die Palette seines ganzen Könnens.

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