Handball-Landesliga

Der TVH ist Vizemeister

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War auch diesmal nur schwer zu halten: Der 18-jährige Fynn Reinhardt (Mitte) war im Heimspiel gegen Körle/Guxhagen mit zehn Treffern bester Werfer des TV Hersfeld. 

Bad Hersfeld. Zufriedenheit war in den Gesichtern zu sehen, als die Spieler nach Abpfiff vor die Zuschauer traten. Zwar hatten diese kein sonderlich schönes Spiel gesehen, Grund zum Applaudieren gab es aber allemal: Am Samstagabend haben die Landesliga-Handballer des TV Hersfeld die MSG Körle/Guxhagen bezwungen – und mit dem 32:23 (11:10)-Sieg die Vize-Meisterschaft endgültig gesichert.

Dragos Negovan war nach dem Spiel entsprechend glücklich. „Ich bin zufrieden“, sagte der Trainer. „Wir haben deutlich gewonnen, weil wir uns gesteigert haben und die Chancenverwertung in der zweiten Halbzeit viel besser war.“ Dass es vor dem Seitenwechsel allerdings nicht ganz so rund lief, wollte auch er nicht bestreiten.

In einer zähen Anfangsphase erwischten die Hersfelder den besseren Start und hatten nach rund fünf Minuten mit 3:0 die Nase vorn. Kurz darauf zückte Körles Trainer Udo Horn daher erstmals die grüne Karte und schien mit dieser frühen Auszeit bei seiner Mannschaft die gewünschte Wirkung zu erzielen. Zeigte sie zuvor vorwiegend notgedrungene Abschlüsse und Ballverluste, trat sie nun mit einer anderen Körpersprache auf und setzte sich gegen die Bemühungen der Gastgeber nun immer wieder ordentlich zur Wehr.

Aus einer zupackenden Abwehr heraus, die – zumindest aus Hersfelder Sicht – vom Schiedsrichter-Gespann das ein oder andere Mal zu mild beurteilt wurde, kämpften sich die Gäste Tor um Tor heran und glichen nach einer Viertelstunde zum 6:6 aus. Drei Minuten später gingen sie dann sogar in Führung – gaben diese allerdings noch vor der Pause wieder ab. Ein großes Problem auf beiden Seiten war bis dahin die dürftige Chancenverwertung. Während beide Abwehrreihen nämlich meist sicher standen und auch die Torhüter gute Leistungen zeigten, fehlte beiden Teams in der Offensive deutlich zu oft die Präzision.

Von der Spielanlage her änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht viel, die Trefferquote wurde jedoch ein Stück weit besser. Im Verlauf zeigte sich ein ähnliches Bild wie schon zu Beginn der Partie. Innerhalb der ersten fünf Minuten setzten sich die Gastgeber mit drei Toren ab und erneut schaffte es die MSG, sich gegen eine höhere Führung zu wehren. Eine Aufholjagd glückte diesmal jedoch nicht - auch deshalb, weil sich die Hersfelder nun in der Offensive klar steigerten. Zwischen der 44. und 47. Minute setzte sich der TVH von 20:18 auf 24:18 ab: Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie dann endgültig entschieden.

TVH:Kretz, Hüter - Deppe 2, Köpke 1, Kemmerzell 7/4, Förtsch 1, Petersen 5, Wiegel 1, Reinhardt 10, A. Krause 3, Kromm 2

Körle/G.:Zülch, Lengemann - Janik Lanatowitz 1/1, Kienast 3, Küllmer 5, Koch, Imke 3, Julian Lanatowitz 1, Ploch 1, Kothe 4, Berninger 2, Griesel 1, Schröder 2, Vaupel

SR: Minwegen/Rautschka (Griesheim/Petterweil) - Z: 150

Siebenmeter: 4/4 - 1/1

Zeitstrafen: 4 min - 8 min

Von Kristina Marth

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