TVH gelingt eindrucksvolle Reaktion

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War mit sieben Toren am Sieg beteiligt, verfehlte aber einige Male  das Ziel: Hersfelds Rückraumschütze Andreas Krause.

Endlich wieder ein Sieg: Die Handballer des TV Hersfeld haben die Landesligapartie gegen Eschwege mit 40:33 gewonnen. 

Bad Hersfeld –Stehende Ovationen in der Schlussminute: Die Handballer des TV Hersfeld haben am Samstagabend ihr Verprechen, Wiedergutmachung für die letzten beiden Niederlagen in der Handball-Landesliga gegen Großenlüder und in Wehlheiden zu betreiben, wahr gemacht. Mit dem deutlichen 40:33 (15:18)-Heimsieg gegen den Eschweger TSV hat sich der TVH wieder in die Herzen der Fans gespielt.

Der am Ende so überschwänglich gefeierte Erfolg musste jedoch hart erkämpft werden. Denn Aufsteiger Eschwege erwies sich als besonders kampfstarker und zäher Kontrahent, der fast eine Dreiviertelstunde lang die Partie bestimmte und zwischenzeitlich sogar deutlich mit vier Toren (16:20 in der 33. Minute) führte.

Es war aber der Verdienst der gesamten Mannschaft, dass ab der 40. Minute mit dem ersten Ausgleich (23:23) die Weichen auf Sieg gestellt wurden. Weil Torhüter Tobias Kretz sich im Training am Arm verletzt hatte, mussten Niklas Kürten und Marius Wasem zwischen die Pfosten. Beide standen Kretz in nichts nach. Wasem parierte in Hälfte zwei, als es Spitz auf Knopf stand, nicht nur Tempogegenstöße, sondern auch einen Siebenmeter. Die beiden trieben damit ihre Kollegen in der Abwehr an, die erst in der zweiten Halbzeit richtig Zugriff zum Gegner fand, sowie im Angriff, der vor allem in de zweiten Hälfte mehr Tempogegenstöße lief. Rechtsaußén Philipp Koch war einer der eifrigsten Torschützen an diesem Samstag mit acht Treffer, Jannis Deppe auf der linken Seite stand ihm in nichts nach und traf ebenfalls acht Mal. Übrigens gab Jannis Bruder Fabian Deppe am Sasmtag sein Debüt beim TVH in der Landesliga.

Christian Weiß war mit Kampf und Konzentration, die er in der Halbzeit in einer flammenden Kabinenpredigt eingefordert hatte, mehr als zufrieden. „Die Art und Weise wie wir uns präsentiert haben, war aller Ehren wert“, sagt der Hersfelder Trainer.

Auch Andreas Krause reihte sich nach Anlaufschwierigkeiten in Hälfte eins, wo er mehrmals den Kasten auch bei einem Siebenmeter verfehlte – nahtlos ein – diesmal mit sieben Treffern. Wahrscheinlich hätten es auch ein paar mehr werden können. Aber der ansonsten erfolgsgewöhnte Rückraumschütze erhielt in der 54. Minute die dritte Zeitstrafe – und musste mit Rot vom Platz.

Apropos Rot: Obwohl die Partie sehr kampfbetont verlief, war sie nicht übertrieben unfair – trotz der Disqualifikationen für Eschweges Philipp Haaß, der in der 16. Minute Jannis Deppe bei einem Tempogegenstoß umstieß und auch für Hersfelds Marc Förtsch nach einem nicht unbedingt rotwürdigen Foul gegen Eschweges Rückraumspieler Mike Guthardt. Eine Zeitstrafe hätte hier längst gereicht.

TV Hersfeld: Wasem, Kürten - J. Deppe (8), Rübenstahl (3), M. Krause (6), Förtsch, Räther, Remenski (1), Koch (8), Petersen (5), Wiegel, A. Krause (7), F. Deppe (1), Schott (1).

Eschweger TSV: Smeu, Wagner (3), Otto (3), Gross, Meyer, Medrea, Ständer (5), Guthardt (5), Haaß, Manojlovic (3), Reuchsel (4), Steinigk, Stephan (10/3).

SR: Balk/Mahler, Z: 350, Zeitstrafen: 10 - 6, Rote Karte: Förtsch (30.), Krause (3. Zeitstrafe/54.),Philipp Haaß (16.)

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