TVH fährt verschnupft nach Vellmar

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Stark erkältet: Hersfelds Trainer Matthias Deppe (Mitte) hat es in dieser Woche erwischt. Von links Mark Petersen, Lars Matthiessen, Mark Förtsch, Jacob Räther und Lasse Reinhardt.

Bad Hersfeld. Jetzt wartet der Tabellenführer: Die Landesliga-Handballer des TV Hersfeld sind am Sonntag beim TSV Vellmar zu Gast. Anpfiff in der Großsporthalle ist um 18 Uhr.

Beide Mannschaften sind in der Erfolgsspur unterwegs. Während die Hersfelder zuletzt drei Spiele in Serie gewonnen haben, hat der nordhessische Oberliga-Absteiger sogar sechs Siege am Stück eingefahren. Weil Vellmar auch alle seine fünf bisherigen Heimspiele gewonnen hat, ist die Mannschaft von Trainer Gordon Hauer natürlich klarer Favorit. Nur gegen Hünfeld mussten sich die Vellmarer geschlagen geben. 19:3 Punkte sind die beeindruckende Bilanz des Spitzenreiters.

„Wir fahren tiefen entspannt nach Vellmar, denn dort gibt es für uns eigentlich nichts zu holen“, sagt Hersfelds Trainer Matthias Deppe. Das solle aber nicht heißen, dass man das Spiel von vornherein abschreiben würde. Seine Mannschaft müsse „ihr Herzchen“ in die Hand nehmen – vielleicht könne man Vellmar dann ein bisschen ärgern, meint Deppe.

Was ein bisschen kurios ist: Gleich sieben Teams haben bislang mehr Tore geworfen als Vellmar, das es „nur“ auf 311 bringt. Dafür aber sind die 250 Gegentreffer mit Abstand der beste Schnitt aller Landesligisten. „Vellmar hat jetzt nicht die klassischen Rückraum-Shooter, sondern kommt eher aus dem Spiel heraus und oft auch über den Kreis“, weiß der Coach der Hersfelder.

Der TVH und die Zahl 32

Was auf Hersfelder Seite ein bisschen kurios ist: Bei den Siegen gegen Körle/Guxhagen, in Bettenhausen und zuletzt gegen Twistetal gelangen dem TVH jeweils 32 Treffer. Auch am Sonntag in Vellmar? Deppe muss lachen. „Das wäre zwar schön, aber ...“, sagt er nur und bricht ab.

Den Trainer hat es übrigens nach dem Heimsieg gegen Twistetal dahingerafft – noch immer klingt er am Telefon arg verschnupft. Am Sonntag aber wird er die Reise nach Vellmar mitmachen. Und es sieht so aus, als könnten die Hersfelder dort mit dem kompletten Kader auflaufen.

Wie aber sieht das Erfolgsrezept aus, um bei dem langjährigen Oberligisten bestehen zu können? „Wir müssen von Beginn an aggressiv sein, wenn wir eine Chance haben wollen.“ Aggressiv aus der Abwehr raustreten, Bälle gewinnen, schnell nach vorn spielen und die Chancen nutzen – so Deppes Wunschvorstellung.

Sollte das nicht funktionieren, könnte es in Vellmar durchaus Haue geben. Auch das weiß Deppe. „Das macht es ja so interessant am Sonntag“, findet der 51-Jährige.

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