TVH erwischt einen  gebrauchten Tag

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Kein Durchkommen: Hannah Berg (Mitte) und die Handballerinnen des TV Hersfeld standen gegen Vellmar auf verlorenem Posten. 

Bad Hersfeld. Einen gebrauchten Tag haben Hersfelds Landesliga-Handballerinnen  erwischt. In eigener Halle mussten sie sich dem TSV Vellmar mit 19:30 (10:16) geschlagen geben.

Dass der Heimvorteil für den TVH momentan eher ein Nachteil scheint, wurde dabei von Anfang an deutlich. Denn als Trainerin Sabine Teichmann nach knapp acht Minuten eine Auszeit nahm, lagen die Gegnerinnen schon mit vier Treffern vorn. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr taten sich die Hersfelderinnen äußerst schwer - und zeigten eine ihre Trainerin nicht gerade glücklich stimmende Leistung.

Ein „absolutes Rätsel“ nannte Teichmann das, was ihre Mädels auf dem Spielfeld präsentierten. „Ich hatte eine ganze Mannschaft, die komplett unter ihrem Niveau gespielt hat“, sagte sie. In ihrer ganzen Laufbahn habe sie einen kollektiven Ausfall in dieser Form noch nicht erlebt. „Wir haben hier hochverdient verloren, das muss man schon ganz ehrlich sagen“, meinte Teichmann - und sieht ihre Mannschaft trotz Bilanz von 4:4 Punkten nun schon ein Stück weit mit dem Rücken zur Wand.

Die Probleme, die sich im Spiel der Gastgeberinnen offenbarten, zogen sich wie ein roter Faden durch die Partie. In der Abwehr schafften sie es nicht, die Angriffe der Gäste konsequent zu unterbinden und auch die eigene Offensive blieb über weite Strecken blass. Ungenaue Pässe, wenig platzierte Würfe und insgesamt ein zu statisches Spiel - zufrieden konnte mit diesem Auftritt beim TVH an diesem Tag niemand sein. Auf der Gegenseite legten die Gäste dagegen einen recht guten Auftritt hin: Mit Tempo, Bewegung und Blick für die freie Frau kamen sie immer wieder zum Erfolg und zogen so in der ersten Halbzeit bereits auf 16:10 davon.

Die Verunsicherung auf Hersfelder Seite setzte sich dann auch nach dem Seitenwechsel fort. Zwar ließ der TVH den Rückstand lange Zeit nicht weiter anwachsen, was vor allem an guten Einzelaktionen lag. Dass jedoch selbst in doppelter Überzahl ein Tor für die Vellmarerinnen fiel (46.), war für den Verlauf der Partie irgendwie bezeichnend.

In den letzten zwölf Minuten mussten die Hersfelderinnen schließlich doch noch abreißen lassen, und so bauten die Gäste ihren Vorsprung noch einmal deutlich aus. Mit einem Lauf von 7:1 machten sie aus einem 18:23 den Endstand von 19:30 und sorgten so für eine für die Hersfelderinnen richtig dicke Niederlage.

TV Hersfeld: Neugebauer, Löffler - Manteufel 1, Teichmann 4/2, Berg, Hoffelner, Trender 1, Hildebrand, Herrmann 2, Hedrich 4/2, Braun 7, Schmidt, Maronn

SR: Mario Hunstock/Tobias Hunstock - Z: 70

Siebenmeter: 4/4 - 8/8

Zeitstrafen: 6 min. - 6 min.

Von Kristina Marth

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