TV Hersfeld: Deppe-Team will im Derby die Revanche 

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Im Zweikampf: Michael Krause (rechts) vom TV Hersfeld und Hünfelds Alexander Unglaube. 

Bad Hersfeld – Derby in der Handball-Landesliga der Männer: Am Samstag (18.30 Uhr) tritt der TV Hersfeld beim Hünfelder SV an. Es ist das Spiel des Achten gegen den -fünften.

Die ganz große Brisanz fehlt dem Duell deshalb diesmal.

Für den TVH ist es das letzten von vier Auswärtsspielen in Folge, bevor am kommenden Samstag der Tabellendritte Großenlüder/Hainzell in Hersfeld gastiert. Zwei Siege und eine Niederlage sprangen zuletzt in den gegnerischen Hallen heraus. In Hünfeld wollen sich TVH-Trainer Matthias Deppe und seine Jungs am Samstagabend nun für die verdiente 26:31-Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren.

Genau das aber will Gerald Birkel, der kürzlich Jonggi Pasaribu auf der Hünfelder Trainerbank abgelöst hat, mit seinem Team verhindern. Zum Einstand unterlag Birkel, der aus dem Haunecker Ortsteil Bodes stammt, mit dem HSV mit 24:26 in Rotenburg. Nur noch vier Punkte beträgt der Vorsprung der Hünfelder auf die Abstiegsränge.

„Wir müssen uns nach unten absichern. Aber Hersfeld geht für mich als klarer Favorit in die Begegnung und kann befreit aufspielen“, sagt Birkel und spielt damit auf die nicht gerade beruhigende Tabellensituation an. Denn auf Hünfeld warten in den letzten sieben Spielen noch eine ganze Reihe starker Gegner.

Der TVH kann die kurze Fahrt nach Hünfeld dagegen recht entspannt antreten. Derby hin oder her. Da trifft es sich ganz gut, dass auch Youngster Lasse Reinhardt seine Gesichtsverletzung auskuriert hat und aller Voraussicht mitwirken kann.

Von einer Kaffeefahrt will Trainer Matthias Deppe aber nichts hören. „Wir dürfen den Blick nach hinten nicht verlieren, auch wenn wir derzeit Fünfter sind. Ein bisschen Druck schadet übrigens nie“, sagt er. Anders als Gerald Birkel sieht er seine junge Mannschaft nicht in der Favoritenrolle. „Wir wollen die Kirche mal im Dorf lassen. Das Potenzial bei Hünfeld ist doch absolut da, auch wenn es zuletzt etwas geknirscht hat“, sagt er. Deppe erwartet ein offenes, spannendes Spiel und hofft, dass sein Team sich besser wehrt als im Hinspiel, als der TVH Probleme mit der harten Spielweise des Gegners hatte.

„Es wird sicher ein anderes Spiel als in der Hinrunde, als Hünfeld verdient gewonnen hat. Der TVH ist jetzt weiter als damals. Dennoch müssen wir Farbe bekennen, denn wir haben in den Heimspielen unsere Zuschauer zuletzt nicht mehr überzeugt“, sagt Birkel.

Personell kann Hünfeld wohl aus dem Vollen schöpfen. Aufseiten des TVH gibt es dagegen noch einige Fragezeichen, da zuletzt die Grippewelle über den Kader geschwappt war.  FOTOS: FRIEDHELM EYERT/AR

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