Maximilian Zipf ist 13 Jahre alt, ziemlich talentiert – und findet Fabian Hambüchen „schon cool“

Der Turn-Floh aus Bad Hersfeld

BAD HERSFELD. Das Grinsen scheint in seinem Gesicht eingemeißelt zu sein. Dabei absolviert der 13-jährige Maximilian Zipf gerade erst sein Aufwärmprogramm. Dennoch ist dem jungen Hersfelder anzumerken, wie viel Spaß er an seinem Sport hat.

„Maxi“, wie auf seinem Trainigsshirt steht, ist begeisterter Turner des TV Hersfeld. Und noch dazu ein riesengroßes Talent. „Angefangen hat alles mit Mutter-Kind-Turnen, dann kam das Kinderturnen, ehe ich hier beim TVH angefangen habe“, erklärt der Junge. Seit sieben Jahren ist er schon dabei, stets begleitet von seiner Mutter, die ihm im Training mit Rat und Tat zur Seite steht. „Ich war früher Trainerin der Mädchen des TVH, nun helfe ich meinem Sohn“, sagt Gerda Zipf-Brehm.

Zum Training nach Fulda

Damit hat sie auch allerhand zu tun. Drei Mal die Woche trainiert Maximilian, zwei Mal in Fulda, eine weitere Trainingseinheit wird in Bad Hersfeld absolviert. Jeweils zweieinhalb Stunden feilt der junge Turner an seinen Fähigkeiten. „In Fulda gibt es einfach noch bessere Trainingsmöglichkeiten. Zum Beispiel steht dort ein Gerät, das es hier in Bad Hersfeld gar nicht gibt. Deshalb hat mir meine Trainerin Sabrina Laudt geraten, auch nach Fulda zu gehen“, schildert Maximilian.

Trotzt allem Aufwand konzentriert sich der 13-Jährige aber auch auf die Schule, die er keineswegs vernachlässigt: „Da das Training immer erst abends stattfindet, habe ich mittags genügend Zeit zum Lernen. Und Wettkämpfe finden ja auch nicht jedes Wochenende statt.“ Steht ein solcher auf dem Programm, kommt Familie Zipf in ganz Hessen herum, wie Maximilians Mutter erklärt: „Wenn zum Beispiel die Hessische Meisterschaft ansteht, findet diese meistens im Raum Frankfurt statt. Aber die Strecke lege ich gerne zurück, ich habe Spaß dabei, meinem Sohn zuzusehen.“ Zuletzt erreichte Zipf bei den Hessischen Meisterschaften einen respektablen dritten Platz mit seinem Team. Eine ziemlich starke Leistung.

„Auf den Plätzen eins und zwei qualifiziert man sich für die Deutsche Meisterschaft. Klar will ich da auch irgendwann mal hin, aber wann genau, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“, berichtet Maxi. Vielleicht tut er es ja irgendwann seinem großen Vorbild gleich. „Fabian Hambüchen ist schon cool“, sagt er und grinst.

Anfang März kann sich jeder selbst von den Qualitäten des Nachwuchsturners überzeugen. Dann stehen in der Jahnhalle in Bad Hersfeld die Qualifikationsturniere für die Hessischen Meisterschaften an. Klar, dass Maxi dort erneut dabei sein will. „Natürlich will ich mich wieder für die Meisterschaften qualifizieren. Wenn ich es schaffe, wäre dort ein Platz unter den besten Zehn schon toll“, bestätigt er und schwingt sich aufs Reck. Das Training an den Geräten steht auf dem Plan.

Von Kevin Hildebrand

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