Triathlon in Roth: Drei Nachbarn – ein Ziel

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Bereit für den ersten Wettbewerb über die Langdistanz, von links die Triathlon-Neulinge Dr. Johannes Rahner, Ralf Hofmann und Raphael Kufel. 

Bad Hersfeld. Ralf Hofmann, Johannes Rahner und Raphael Kufel starten am Sonntag zum ersten Mal beim Triathlon in Roth über die Langdistanz. Sie wollen nur eins: ankommen.

Die drei Ausdauerathleten, die für den SC Neuenstein starten, wohnen in der Ludwig-Braun-Straße oberhalb des Kurparks. Neun Monate haben sie sich jetzt intensiv auf diesen Wettkampf über 3,8 Kilometer Schwimmen im Rhein-Main-Donau-Kanal, 180 Kilometer Radfahren bis Greding und zurück sowie einem Marathonlauf rund um Roth und Hiltpoltstein vorbereitet.

„Jeder von uns hat in dieser Zeit rund 5000 Kilometer auf dem Rad abgestrampelt, ist 1000 Kilometer gelaufen und hat 500 Kilometer geschwommen“, erzählt Rahner. Die drei haben schon mehrere Wettkämpfe zusammen bestritten, zum Beispiel über die Halbdistanz in Köln und über die Olympische Distanz am Ratscher See in Thüringen. Die Idee, auch einmal über die Langdistanz zu starten, war schon fast folgerichtig.

Zusätzliche Motivation

Sie entstand bei Rahner zu Hause. Der Zahnarzt mit Praxis in Hersfeld, hatte eine zusätzliche Motivation. Er ist am Mittwoch 50 geworden. „Und in diesem Alter wollte ich einmal über die Langdistanz am Start stehen.“ Sie sind gespannt, was sie am Sonntag erwartet. Ihr einziges Ziel lautet: Durchkommen. Ralf Hofmann, mit 52 Jahren der Älteste aus der Gruppe, gibt die Zeit vor: „Wir wollen spätestens in zwölf Stunden ankommen.“ Kufel hat sich auf der letzten Meile noch eine Zerrung zugezogen. Der rechte Oberarm und die Schulter schmerzen. „Ich versuche das, noch auszukurieren“, sagt er. Er lacht und deutet auf eine Wärmeleuchte, die in der Ecke steht. In der Vorbereitung haben alle eiserne Disziplin gehalten.

„Manchmal haben die Freunde gelacht, wenn sie zum Beispiel zum Fußballgucken eingeladen haben und du wegen Training abgesagt hast“, erzählt Kufel, der früher für Hessen Hersfeld und Eiterfeld spielte. Am Donnerstag sind die drei losgefahren. Sie haben das Hotel bezogen, die Strecke besichtigt.

Kräfte einteilen

Das ist wichtig um zu wissen, wo Punkte sind, an denen man das Tempo vielleicht anziehen oder drosseln kann. Die Kräfte einteilen ist das wichtigste um nach dieser Mörder-Distanz anzukommen. Am Sonntag müssen sie früh um vier Uhr aufstehen. Um 6.30 Uhr fällt der Startschuss.

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