Fußball-Kreisoberliga

Trainer Willems aus Niederjossa: Sind jetzt ganz entspannt

+
Lieferten sich packende Zweikämpfe: Niederjossas Sascha Wahl (links) und der Aulataler Daniel Schwarz. 

Kirchheim – Sie bleiben der SG Eiterfeld/Leimbach im Aufstiegskampf zur Gruppenliga auf den Fersen, die Fußballer der SG Aulatal. 

Erst recht nach dem 4:0-Derbysieg gegen den SV Niederjossa. Zwei Kicker des erfolgreichen Tabellenzweiten rückten in den Fokus. Wieder einmal. Oder immer noch.

Dazu zählt Paul Kozik. Der 31-Jährige sagte, was den Titel-Zweikampf mit Eiterfeld/Leimbach angeht, trocken: „Es wird sich zeigen, wer jetzt die größten Kraftreserven hat.“ Mit seiner durchsetzungsstarken Spielweise gehört er zweifellos dazu. Sein Treffer zum 2:0 bestätigte dies. Kozik steht in der kommenden Serie beruflich bedingt kaum noch zur Verfügung, er ist für die Bundeswehr im Einsatz. „Mental werde ich die Mannschaft natürlich unterstützen.“

Als wäre er stets präsent, so trumpfte Koziks Mitspieler Moritz Wernick auf. „Nein, nein, ich bin nicht regelmäßig im Training“, beschwichtigte der 22-Jährige, „ich schreibe gerade meine Bachelorarbeit und stehe vor dem Abschluss meines dualen Studiums“. Der Ältere der Wernick-Brüder ist auf der Sechser-Position als Bindeglied zwischen Defensive und Offensive Gold wert für die SG Aulatal. Erst einen Tag vor dem Spiel kam er nachts nach Hause aus Wolfsburg, „jetzt fahre ich gleich wieder zurück“, ergänzte er knapp, als die Partie vorüber war. Sollte Aulatal Zweiter werden am Ende der Runde, wäre es Wernicks zweite Relegations-Teilnahme.

Eine gegensätzliche Ausrichtung verfolgt der SV Niederjossa. Noch besteht eine minimale Aussicht auf den direkten Klassenerhalt, und Thomas Willems sagte nach dem Derby-Vergleich, in dem sich sein Team lange äußerst ordentlich präsentierte: „Der Ausgang des Spiels ist schon ärgerlich. Wir wollten eine Überraschung schaffen.“ Sein Team hielt eine Hälfte prima dagegen, und seiner Ansicht nach brachten zwei individuelle Fehler den SVN aus dem Konzept. „Dann läufst du gegen den Tabellenzweiten halt nur noch hinterher.“

Zum Status Quo seines Teams fügte er hunzu: „Im Moment sind wir auf dem Relegationsplatz. Das war nach der Pleitenserie zu Beginn des Jahres auch unser Ziel. Deshalb sind wir auch jetzt ganz entspannt.“ Vier Punkte nur holte der SV Niederjossa in der Rückrunde. Sascha Wahl, der gegen Daniel Schwarz viele seiner Zweikämpfe gewann, bemerkte nur: „Wenn diese ersten sieben Spiele nicht gewesen wären...“ Diese Ausbeute sei „halt ein bisschen zu wenig“, ergänzte der 34-Jährige.

Auch wenn sein SVN den Klassenerhalt nicht schaffen sollte, beabsichtigt der Routinier, seine Laufbahn fortzusetzen. „Ich will mich fit halten. Und warum soll ich dann nicht zum Training gehen?“, fragt er plausibel. Und noch ist die Klassenerhalts-Chance intakt.

Kommentare