Hattenbacher SV

Trainer Enis Veapi: „Wir schieben keine Panik“

+
Enis Veapi bei einer seiner Stationen: im Netz des SV Niederaula. 

Hattenbach. Im achten Jahr ist Enis Veapi Spieler und Trainer des Hattenbacher SV.

Am Sonntag trifft sein Verein in der Kreisliga B 2 auf eigenem Platz im ungleichen Duell des Drittletzten gegen den Dritten aus Baumbach (15 Uhr). Doch der 46-Jährige spricht auch über die Philosophie des Vereins, seine Eigenständigkeit und Geduld.

... die Herausforderung namens Baumbach: Ja, Baumbach ist Favorit. Aber wir haben ein Heimspiel, es kommt auf die Tagesform an – und, vom Tabellenführer Haselgrund/Breitenbach abgesehen – kann in der Liga jeder jeden schlagen. Das Spiel wird offen sein. Ich erwarte, dass wir punkten.

... die personelle Lage:Bis auf Jens Nuhn, der am Sprunggelenk verletzt ist, und Ronny Alles, der wegen seiner Sperre am Sonntag letztmals pausieren muss, sind wir komplett.

... die Leistung des letzten Spiels, das beim 4:2 gegen Ausbach/Friedewald II mit dem zweiten Saisonsieg endete: Unser Gegner war zuvor zweimal nicht angetreten, war aber für einen Tabellenletzten sehr gut besetzt. Wir haben zwar nach 20 Minuten 2:0 geführt, zur Pause stand es aber 2:2. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit gesteigert und hätten nach der 4:2-Führung in der Schlussphase noch nachlegen müssen.

... die bisherige Bilanz des Hattenbacher SV in dieser Runde: Zufrieden bin ich damit überhaupt nicht. Wir sind ja aus der A-Liga abgestiegen und mussten uns mit unserer jungen Mannschaft erst akklimatisieren. Wir sind zu ängstlich aufgetreten, waren aber, abgesehen von den beiden Spielen gegen Haselgrund und Heringen, nie schlechter als der Gegner. Es fehlt noch an Konstanz und Zuverlässigkeit, der Stellenwert des Fußballs ist bei vielen halt anders als früher. Wir schieben aber keine Panik und sind auf einem guten Weg.

... den Status des Hattenbacher SV, nachdem er sich vor gut einem Jahr vom SV Niederaula „abgenabelt“ hat: Wir sind im zweiten Jahr eigenständig und versuchen, zwei Mannschaften im Herrenbereich aufrecht zu erhalten. Die Erste wollen wir in der B-Liga etablieren, die Zweite spielt in der C-Klasse.

... seinen mit viel Geduld verbundenen Job: Natürlich kämpft die Mannschaft noch zu sehr mit Schwankungen. Und natürlich werde ich aus den Jungs keine Profis machen – aber sie sollen sich auch für die B-Liga bewusst werden: Wenn ich mit der passenden Einstellung vorangehe, schaffe ich auch das. Dass jeder sagen kann: Ich habe im Spiel alles gegeben. Aus negativen Erlebnissen lernt man bekanntlich mehr als vom Schulterklopfen.

... die Mischung im Altersgefüge des Teams: Die Mannschaft ist jung und sie weiß, dass sie noch viel lernen kann. Die Ältesten sind um die 28 Jahre wie Lukas und Mike Schmidt, auch Ronny Alles ist erfahren (27) – aber auch 19-Jährige gehören zu unserem Kader, wie Dorian Pfaff, Aron Boländer, der schon seit Längerem am Knie verletzt ist, oder Niklas Ziesing. Und von den A-Junioren rücken spätestens im nächsten Sommer Moritz Schmidt und Nils Tapert nach.

Kommentare