Tischtennis: TTC Lax ist zurück in der Verbandsliga

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Leistungsträger des TTC Lax: Das Spitzendoppel Johannes Schultheiß (links) und Teamchef Marc Hannes, der in der vergangenen Saison bester Spieler der Bezirksoberliga war. 

Der TTC Lax profitiert als Tabellenzweiter der Tischtennis-Bezirksoberliga vom erweiterten Aufstiegsrecht – und kehrt nach drei Jahren in die Verbandsliga zurück.

 „Es war für uns erst einmal ein Schock, als die Saison im März so abrupt beendet wurde“, erinnert sich Marc Hannes, Spitzenspieler und Teamchef des TTC Lax. Doch für den Tabellenzweiten der Bezirksoberliga nahm die Runde ein überaus glückliches Ende: Weil der Hessische Tischtennisverband entschied, dass auch die Tabellenzweiten neben den Meistern aufsteigen können – sofern sie wollen – kehren die Laxer in die Verbandsliga zurück. „Wir nehmen das Aufstiegsrecht wahr und gehen auf jeden Fall hoch“, stellt Hannes klar.

Doch die neue Saison bringt natürlich auch viele Fragezeichen mit sich. „Derzeit ist nichts planbar“, sagt Hannes, der 35-jährige Unternehmer, ohne Umschweife. Dir Corona-Krise schlägt natürlich auch voll auf den Tischtennissport durch. Hannes sorgt sich in diesen Tagen vor allem um den Breitensport. „Mal schauen, welche Teams am Ende in welchen Klassen übrig bleiben“, orakelt er. Und geht davon aus, dass möglicherweise viele ältere Spieler die Motivation verlieren oder aus Vorsicht und Angst um ihre Gesundheit nicht mehr in den Spielbetrieb zurückkehren könnten.

Die Laxer werden in der nächsten Saison neben Alexander Stezjuk, der einen Kreuzbandriss auskuriert, wohl auch auf Marton Töltl verzichten müssen. Der talentierte Ungar ist nach Beendigung seines Freiwilligen Sozialen Jahres in seine Heimat zurückgekehrt. Hannes hält es für eher unwahrscheinlich, dass Töltl noch einmal am Lax aufschlägt und sagt: „Das wäre eine klare Schwächung für uns.“ Große Hoffnungen auf Neuzugänge hegt der Hersfelder Teamchef nicht. Der Markt sei extrem klein – Verstärkungen für die Verbandsliga so gut wie nicht zu bekommen. „Wir zahlen kein Geld, und jemanden mit der Aussicht auf ein alkoholfreies Weizenbier zu locken, ist eher unrealistisch“, scherzt er.

Die Chancen auf den Klassenerhalt bezeichnet Hannes – Stand jetzt – als schwierig bis unrealistisch. Das Grundniveau der Verbandsliga sei ungleich höher. Zwischen der Bezirksoberliga und der der Verbandsliga trenne sich der Breitensport vom ambitionierten Tischtennis. Oder - wie Hannes es formuliert: „Verbandsliga funktioniert nicht mit einmal Training pro Woche. Da muss man schon Gas geben und ein bisschen verrückt sein.“ Er selbst sei mit 35 Jahren noch immer so verrückt wie früher und hoffe deshalb, dass er und seine Teamkollegen so schnell wie möglich wieder in die Halle zurückkehren können.

Man habe ein recht gutes, stabiles Grundgerüst für die Bezirksoberliga und (vielleicht auch) Verbandsliga. Für die nächsten Jahre sei man gut aufgestellt am Lax. „Wenn wir im Juli und August ordentlich trainieren könnten, müssten wir ganz gut vorbereitet sein“, spekuliert er. Weil Lüdersdorf in die Hessenliga aufsteigt und Weiterode sich nach einer gefühlten Ewigkeit in die Bezirksoberliga verabschiedet, wartet in der Verbandsliga kein Derby auf die Laxer. Das sei zwar schade, aber durchaus zu verschmerzen, meint Hannes. „Tischtennis ist nicht der Nabel der Welt. Wir haben alle gerade ganz andere Sorgen“, sagt er.

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