Tischtennis: Lax will die Nerven behalten 

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Neuzugang beim Aufschlag: Marton Töltl verfolgt den Flug des Balles, rechts sein Doppelpartner Michael Borken. 

Wenn Samstag in der Tischtennis-Bezirksoberliga (19.30 Uhr) Lax auf Röhrenfurth trifft, dann kann eine Titelentscheidung fallen.

Wie ist die Ausgangssituation vor diesem Topduell?

Beide Mannschaften gehen ungeschlagen mit 17:1 Zählern in diese Partie, die in der kleinen Halle der Grundschule „An der Sommerseite“ stattfindet. Der einzige Punktverlust für beide Mannschaften resultierte aus dem Hinspiel. Da trennten sich die beiden Spitzenteams mit einem 8:8. Beide Teams lagen nach der Hinrunde bei der Anzahl der gewonnen Spiele fast gleichauf.

Gibt es einen Favoriten?

Marc Hannes, Mannschaftsführer des TTC Lax, sagt: „Nein, es gibt keinen Favoriten. Alles ist am Samstag möglich. Von Ergebnissen ab 9:5 für uns bis hin zu einem 9:5 für Röhrenfurth ist alles drin.“

Wird die Meisterschaft entschieden?

Hannes sagt: „Bei einem Sieg für uns sind wir durch. Bei einem Unentschieden noch nicht.“ Im Hinspiel ging ausgerechnet der Hersfelder Nummer eins auf der letzten Meile noch die Kraft aus. Das soll ihm nicht noch einmal passieren. Hannes: „Ich hab’ in den letzten Wochen gut trainiert.“

Was könnte den Ausschlag geben für Sieg oder Niederlage?

Eindeutig die Nerven. Vor allem auch auf den Positionen fünf und sechs. „Wir müssen stabil auftreten“, sagt Hannes, der hofft, dass auch einige Zuschauer den Weg in die Halle an der Sommerseite finden. Hannes erinnert sich gern an die Hessenligazeiten, in denen die Halle voll war.

Wie waren die Ergebnisse der beiden Teams in der Rückrunde?

Beide landeten souveräne Siege. Röhrenfurth siegte zweimal, einmal in Michelsberg mit 9:3 und einmal beim abstiegsbedrohten TSV Besse II mit 9:0. Lax spielte einmal – und besiegte Ottrau/Berfa mit 9:0. „Dieser Gegner war eindeutig überfordert“, sagt Hannes.

Gab es in der Weihnachtspause personelle Veränderungen beim TTC Lax?

Ja, die gab es. Für Alexander Stezjuk, der nicht seine beste Vorrunde spielte, rückte Marton Töltl in das Team. Töltl stammt aus Ungarn, spielte bei Penzügyör Budapest in der 3. Liga und möchte später einmal Mathe und Physik studieren. Zurzeit absolviert der 23-Jährige ein Freiwilliges Soziales Jahr in Deutschland, in dem er die Sprache kennenlernen will. Er wohnt in der Nähe von Treysa, von dort bringt ihn Johannes Schultheiß mit. Er ist die Nummer zwei bei den Laxern, hinter Marc Hannes. Er hat die beiden Spiele, die er für Lax bisher bestritten hat, gewonnen.

Wie sind die Kontakte nach Hersfeld entstanden?

Töltl hat das Hinspiel in Röhrenfurth gesehen und war sofort angetan von dem Team. „Dass er zu uns gekommen ist, ist ein Glück für uns“, sagt Hannes. „Wir haben für ihn kein Geld bezahlt, sondern nur deutsches Bier – alkoholfrei natürlich.“

Sofern die Laxer den Aufstieg schaffen sollten, müssen sie sich verstärken, oder?

Davon kann man ausgehen. „Ich weiß wie schwer es wird, ich habe die Verbandsliga schon gespielt“, sagt Hannes. Diese Klasse kann ein verdammt hartes Brot für die Laxer werden. „Hier scheiden sich die Geister. Hier hört Tischtennis als Hobby auf und das Semi-Profitum fängt an. Auf jeden Fall müssen wir mehr trainieren“, sagt er.

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