NACHSPIELZEIT

Tests, Tagesordnung und ein Titelfavorit

Hartmut Wenzel, Sportredakteur Hersfeld
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Hartmut Wenzel

Große Erleichterung bei den Fußballern des VfL Philippsthal: Nach einem negativen Testergebnis des Spielers, der sich am vergangenen Samstag mit Corona-Symptomen krank gemeldet hatte, kann der Verein wieder zur Tagesordnung übergehen.

Diskutiert wird in Fußballerkreisen trotzdem: Es soll Stimmen gegeben haben, die den Kali-Kickern unterstellen, sie hätten das Spiel extra mit dieser Begründung ausfallen lassen, weil zuvor schon einige Spieler verletzt gewesen wären. Aber bitteschön – wer macht denn so etwas? Schließlich hat der Corona-Verdacht nicht nur den Spielbetrieb beim VfL für ein Wochenende komplett lahmgelegt, sondern auch den des Kreisoberliga-Konkurrenten FSG Bebra. Weil Bebra tags zuvor gegen Philippsthal gespielt hatte, hat der Klassenleiter Karl-Heinz Blumhagen auch das Kreisoberligaspiel der FSG gegen Dittlofrod vorsorglich abgesagt.

Es gibt in diesen schwierigen Zeiten aber auch Glücksmomente, die man ganz einfach festhalten möchte – wenn das so einfach wäre. Ein wunderbares Fußball-Wochenende hinter sich hat zum Beispiel Kreisoberliga-Spitzenreiter Niederaula. Das vergangene Wochenende startete zunächst mit einem Sieg im Spitzenspiel in Weiterode, Samstag folgte die standesamtliche Hochzeit von Trainer Daniel Orth, bei der die Mannschaft Spalier stand. Mit einer überzeugenden Leistung – 7:0 gegen Haunetal – wurde das Wochenende abgeschlossen. Die Niederaulaer wünschen sich natürlich, dass die Serie weitergeht. Team und auch der Trainer müssen sich jetzt bewusst sein, dass sie das Maß der Dinge in der Liga sind. Sie gelten derzeit als Titelfavorit Nummer eins.

Es ist ein Bild, das Bände spricht. Ein – nicht mehr ganz so junger – Herr auf einem roten Sofa mit einem aufgeklappten Ordner und einem Fußball vor sich. Der Herr mit weißem Bart und dem zurückgekämmten Haar strahlt nicht nur Ruhe und Souveränität, sondern auch Entschlossenheit und Durchsetzungsfähigkeit aus. Es ist das Bild von Rainer Schmidt, dem neuen Kreisfußballwart. Am vergangenen Samstag wurde er ohne Gegenstimme als Nachfolger von Karl-Heinz Blumhagen ins Amt gewählt. Fußball - dieser Sport sei sein Leben, sagt er im HZ-Interview auf Seite eins. Tatsächlich bringt er viel Erfahrung mit, nicht nur als Aktiver, sondern auch als Abteilungsleiter und Funktionär. Den Vereinen auf Augenhöhe begegnen – das ist sein Credo. Sicherlich wird es einige Aufgaben geben, die nicht so einfach zu bewältigen sind – denken wir nur an die Spieltermine jetzt zur Corona-Zeit. Wir wünschen ihm ein glückliches Händchen.

Schönes Wochenende und bleiben Sie gesund!

Von Hartmut Wenzel

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