Wegen der Krise

Tennisspieler haben Zweifel am Saisonstart

Die Corona-Krise hat auch die Tennisvereine fest im Griff. Die Hersfelder Zeitung hat in einer Umfrage wissen wollen, wie sie die aktuelle Lage erleben.

Hersfeld-Rotenburg –Das Vereinsleben rund um die waldhessischen Tennisanlagen ruht derzeit völlig. Alle Vereine von Rotenburg bis Eiterfeld, von Oberaula bis Philippsthal beklagen den Stillstand: kein Training, keine Sitzungen.

Manche haben ihre Plätze bereits präpariert, andere stellen sie gerade fertig. In Eitra wartet die Vereinsführung auf grünes Licht seitens der Politik, um mit dem Platzaufbau beginnen zu können, und in Sorga verzichtet der Vorstand in diesem Jahr gänzlich, den Platz zu erneuern - allerdings unabhängig von der aktuellen Lage, wie die Internetbeauftragte des Vereins, Natalie Runge, erklärt.

Trotz der Krise gehen die heimischen Tennisvereine nicht davon aus, dass die Saison komplett im Sande verlaufen könnte. Im Gegenteil: Die meisten hoffen auf einen zumindest eingeschränkten Spielbetrieb vielleicht schon ab Mai oder erwarten, ab Juni die Plätze unter den gegebenen Abstandsregeln bespielen zu können.

Zumindest Einzel sollten gespielt werden können, sagt Ronshausens Vorsitzender Michael Brandau: „Die räumliche Distanz ist im Einzel gewährleistet, und das wäre für uns immer noch besser, als gar keine Plätze nutzen zu dürfen.“

In der Frage, ob tatsächlich auch eine Punktspielrunde ab Juni ausgetragen werden wird, gehen die Meinungen auseinander: „Ob alle geplanten Spiele stattfinden können, bezweifeln wir stark“, sagt der Vorsitzende des TC Alheim, Oliver Wittmann. „Aktuell können wir uns im Verein nicht so wirklich vorstellen, dass wir dieses Jahr eine Punktspielrunde haben werden“, ist Philippsthals Sportwart Carsten Wiegand der gleichen Meinung. Noch deutlicher wird Brandau, der davon ausgeht, dass die Punktspielrunde „ganz ausfallen wird“.

Der Vorstand Johannesbergs, Oliver Woschek, sieht hingegen kein Problem, fünf bis sieben Spieltage einer Teamtennisrunde terminlich auch zu einem späteren Zeitpunkt anzusetzen.

Er fragt sich allerdings, ob die Teams dann - etwa in der Urlaubszeit - jeweils in kompletter Mannschaftsstärke werden antreten können. Eine Sorge, die auch Eiterfelds Vorsitzender Boris Scheffer teilt. 

VON MARK SLEZIONA

Rubriklistenbild: © Yong Teck Lim / dpa

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