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Teichmann-Gala bei 42:26-Sieg von Hersfelds Handballerinnen

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Ausnahmespielerin: Luisa Teichmann vom TV Hersfeld war in Kassel nicht zu bremsen.
Ausnahmespielerin: Luisa Teichmann vom TV Hersfeld war in Kassel nicht zu bremsen. © Friedhelm Eyert

Schützenfest in Kassel: Die Landesliga-Handballerinnen des TV Hersfeld haben Aufsteiger und Schlusslicht SVH Kassel klar die Grenzen aufgezeigt und siegten auch in der Höhe verdient mit 42:26 (20:14).

Kassel - In Kassel sahen die etwa 70 Zuschauer einen Klassenunterschied – und in Luisa Teichmann die wohl beste Spielerin der Landesliga. 16 (!) Treffer gelangen der Spielmacherin der Hersfelderinnen – darunter auch fünf Siebenmeter, die sie traumwandlerisch sicher versenkte. Eine Augenweide, wie geschmeidig Teichmann ihre Athletik aufs Feld bringt. Beeindruckend ihre Fähigkeiten sowohl im Eins gegen eins, als auch als Strategin mit gutem Auge für die Situation und ihre Mitspielerinnen.

Am Ende der einseitigen 60 Minuten, in denen Kassel nur in den ersten zehn Minuten mit dem höllischen Tempo des Tabellenzweiten mithalten konnte, kam auch Luisas Mutter, Trainerin Sabine Teichmann, nicht um ein Lob für ihre Tochter herum. „Ihr scheinen die Wochenenden bei ihrem Freund in Kassel gut zu bekommen. Das war wirklich sehr gut heute“, meinte die Trainerin und verriet, dass sich Luisa und ihr Freund, der für den TSV Vellmar in der Oberliga spielt, an Spieltagen traditionell Spaghetti Bolognese zubereiten. Ob es diesmal dazu möglicherweise noch einen speziellen Zaubertrank gegeben haben könnte, ist nicht überliefert.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Kassel begann mutig und aggressiv und versuchte den Spielfluss des Favoriten zu unterbinden. Das gelang bis zum 3:4 zunächst recht gut. Dann aber sorgten die Gäste mit einem 5:0-Lauf binnen fünf Minuten schon für eine Vorentscheidung. Zweimal Teichmann, zweimal Emma Suppes und Marie Dorst brachten Hersfeld mit 9:3 in Führung. Beim 19:9 nach 27 Minuten betrug der Vorsprung erstmals zehn Treffer.

Was in der zweiten Halbzeit positiv auffiel: Der TVH ließ nicht nach. Behielt Tempo und Spielfreude bei. Marie Dorst gelang nach 42 Minuten bereits der 30. Treffer (17:30), und Lara Raguse traf fünf Minuten vor dem Ende zum 40:24. Kassel, das dem Angriffswirbel des TVH hoffnungslos ausgesetzt war, gab sich nicht auf und spielte die Partie ordentlich zu Ende.

„Ich muss den Mädels ein Kompliment machen. Sie haben das seriös und souverän mit viel Spielfreude gelöst. Das hat mir gefallen“, fasste Sabine Teichmann zufrieden zusammen.

Kassel: Brückmann, Seyfarth 3/3, Günther 5, Blum 3, Gönül, Kaiser 8, Künzli, Zipf 1, Haas, Stumbaum, Springer 2, Schmalz 3, Baumbach, Ceylan 1

TVH: Höhmann, T.Raguse - Manteufel, L.Raguse 7, Spill 4, Teichmann 16/5, Hugo 3, Herrmann 2, Braun, Suppes 7, Dorst 3

SR: Benderoth/Brüggemeier - Z:70

Zeitstrafen: 6:6 Minuten

Siebenmeter: 5/3 - 5/5

Von Sascha Herrmann

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