Topspiel in der Handball-Landesliga

Tabellenzweiter TV Hersfeld spielt beim Vierten in Wanfried

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Hersfelds Andreas Krause (in Blau) ist wieder voll einsatzfähig.

Bad Hersfeld. In Wanfried treffen am Samstagabend (18 Uhr) die beiden Mannschaften der Stunde aufeinander, denn beide Teams haben zuletzt achtmal in Folge gewonnen.

Hersfelds Trainer Dragos Negovan ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst. „Wanfried gehört zu den vier Top Teams der Liga und steht zurecht auf Platz vier“, sagt er. Weil beim Gegner der Knoten längst geplatzt ist und er mit viel Selbstvertrauen ins Spiel gehen kann, rechnet der Rumäne mit einem engen Spiel. „Es ist eines dieser schweren Spiele in der Rückrunde, wo wir uns beweisen müssen, wenn wir ganz oben dran bleiben wollen“, sagt er und erinnert an den knappen, aber verdienten Sieg von vor drei Wochen in Twistetal.

Wanfrieds Torhüter Sebastian Krause (27) sieht den TVH zwar als Favoriten, seine Mannschaft aber durchaus nicht chancenlos. „Wir haben zuletzt eine sehr stabile Abwehr gespielt und nur wenige Gegentore bekommen. Wenn uns das gegen Hersfeld auch gelingt, rechnen wir uns etwas aus. Die Abwehrreihen werden das Spiel entscheiden“, vermutet der Hersfelder. Aber worauf führt Krause den Lauf seines Teams zurück, das zudem eine beeindruckende Auswärtsbilanz von 14:2 Punkten aufweist? „Das Potenzial ist da, aber anfangs waren die Erwartungen und der Druck aus dem Umfeld zu groß. Nach dem Trainer-Rücktritt sind wir als Team zusammengewachsen und setzen auch das um, was wir können“, sagt Krause.

Als Heiko Illian in Wanfried schon nach vier Spielen hinwarf, übernahm der ehemalige Gensunger Zweitliga-Torjäger Stefan Schröder das Amt als Spielertrainer. Als sportlicher Berater stieß zudem Ex- Bundesligaspieler Uli Faber (62), der sich auch als Trainer in der Region einen Namen gemacht hat, zum VfL.

Fragt man Dragos Negovan nach den Leistungsträgern der Wanfrieder, zählt er gleich eine ganze Reihe erfahrener Akteure auf: den Ex-Hersfelder Jochen Stradal, Kreisläufer Milosavljevic – die zusammen einen starken Mittelblock bilden – Spielmacher Duric und eben Schröder. „Sie kommen über ihre starke Abwehr und können mit ihrer Routine auch schnelle, einfache Tore machen“, weiß Negovan.

Seine eigene Mannschaft sieht er auch leistungsmäßig wieder im Kommen – die Ergebnisse stimmten in der Vergangenheit ohnehin. Auch die Kranken sind auf dem Weg der Besserung, sodass am Samstag wohl einzig Kreisläufer Marc Förtsch ausfallen wird. „Wanfried hat gegen uns nichts zu verlieren. Das macht die Aufgabe nicht leichter“, sagt Negovan.

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